Fahrerschutzversicherung

Von John Smith 30 August, 2022
4 minutes
fahrerschutzversicherung

Ein Autounfall ist immer ärgerlich. Wenn du ihn selbst verschuldet hast, umso mehr. Doch keine Sorge: In der Regel zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung die Schäden am Auto des Unfallgegners oder der Unfallgegnerin. Die Kfz-Vollkaskoversicherung kommt hingegen auch für die Schäden an deinem Auto auf. Doch was ist, wenn du Schaden beim Unfall genommen hast? Dann tritt die Fahrerschutzversicherung ein. Daher solltest du schon heute darüber nachdenken, ob du diese Versicherung abschließen möchtest. Schließlich weiß niemand, was morgen passiert.

Was ist die Fahrerschutzversicherung?

Bei der Fahrerschutzversicherung handelt es sich um eine Zusatzversicherung zur Kfz-Haftpflichtversicherung. Der Fahrerschutz deckt dabei Personenschäden ab, die der Autofahrer bei einem selbstverschuldeten Unfall erleidet. Denn in der Regel erhält der Fahrer keine Entschädigung, wenn er selbst Schaden nimmt. Dabei passiert das bei den meisten Verkehrsunfällen schnell und unvermittelt.

Was kostet diese Versicherung?

Das hängt ganz von dem Versicherungsunternehmen und der Deckungssumme ab. In den meisten Fällen kostet die Fahrerschutzversicherung aber nicht mehr als 19 Euro bis 50 Euro im Jahr.

Die Fahrerschutzversicherung ist eine wichtige Ergänzung zur Reparaturkostenversicherung, weil sie dich selbst gegen Unfallfolgen absichert. Im Falle eines Unfalls deckt sie die Kosten für medizinische Behandlungen und möglicherweise sogar ein unfallbedingtes Invaliditätsrisiko, was für dich von unschätzbarem Wert sein kann:

Für wen ist eine Fahrerschutzversicherung sinnvoll?

Ein Fahrerschutz ist im Grunde für jede:n Autofahrer:in sinnvoll. Im Straßenverkehr sind nämlich Unfälle keine Seltenheit. Tagtäglich passieren auf Deutschlands Straßen mehrere tausend Unfälle. Hast du nun einen Unfall verursacht und bist verletzt, kannst du dich auf deine Schutzversicherung verlassen. In der allgemeinen Kfz-Versicherung ist der Fahrerschutz nämlich nicht enthalten. Diese übernimmt nur die Kosten für materielle Schäden, aber nicht für körperliche Verletzungen.

Gibt es Alternativen?

Alternativ kann auch eine Insassenversicherung interessant sein. Diese ist wie eine private Fahrer-Unfallversicherung konzipiert. Dabei greift der Versicherungsschutz nur beim Be- sowie Entladen, Lenken, Pflegen, Abstellen oder Ein- nebst Aussteigen des Autos. Versichert sind alle Kfz-Insass:innen – ein Unfalls kann sowohl den Fahrer oder die Fahrerin, als auch Mitfahrende betreffen.

Was und wann zahlt die Fahrerschutzversicherung?

Bei einem selbstverschuldeten Unfall zahlt der Versicherer die im Versicherungsvertrag vereinbarte Höhe. Dabei übernimmt die Versicherung verschiedene Kosten wie Verdienstausfall, Haushaltshilfe oder sogar Reha-Maßnahmen.

Allerdings tritt die Versicherung nur dann ein, wenn du den Verkehrsunfall selbst verursacht hast und dabei schwer verletzt wurdest. Das kann bei einem Verkehrsunfall mit anderen Verkehrsteilnehmenden oder bei einem Wildunfall passiert sein. Auch bei Glatteis oder anderen Witterungsbedingungen kann die Fahrerversicherung greifen.

Tipp: Achte darauf, dass nicht nur du sondern auch andere Personen, die das Auto führen dürfen, im Vertrag aufgeführt sind. Somit greift die ,,Kfz-Versicherung Fahrerschutz” in jeder Hinsicht.

Wann zahlt der Fahrerschutz nicht?

Es kann jedoch auch Fälle geben, in denen der Kfz-Haftpflicht-Fahrerschutz nicht greift. Das kann dann der Fall sein, wenn du den Unfall vorsätzlich verursacht hast oder grob fahrlässig gehandelt hast, indem du zum Beispiel nicht angeschnallt warst. Spielten zum Unfallzeitpunkt Drogen oder Alkohol eine Rolle, kommt die Versicherung ebenso nicht für die Personenschäden auf. Genauso wird es auch gehandhabt, wenn es beim Ein- oder Aussteigen sowie beim Be- und Entladen deines Autos zu einem Unfall, zahlt die Versicherung auch nicht. Hierfür ist die Insassenversicherung zuständig.

Das umfasst die Fahrerschutzversicherung

Die Fahrerschutzversicherung ist überaus sinnvoll, übernimmt der Versicherer die Kosten für den Verdienstausfall. Auch Schmerzensgeld, Krankenhausaufenthalt und sogar der Umbau für ein behindertengerechtes Wohnen gehören zum Leistungsportfolio des Kfz-Fahrerschutz. Die Kfz-Versicherung mit Fahrerschutz ist folglich nötig, um sich im Straßenverkehr rundum abgesichert zu wissen.

Fahrerschutz und private Unfallversicherung ergänzen sich

Die Fahrerschutzversicherung und private Unfallversicherung sind gleichsam sinnvoll. Zusätzlich zu den in der Fahrerschutzversicherung enthaltenen Punkten ergänzt die private Unfallversicherung den Schutz um weitere Passagen. So bist du mitunter auch mit einer Invaliditätsleistung und Unfallrente ausgestattet.

Hast du weitere Fragen zur Fahrerversicherung? Dann wende dich gern an uns.

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