Wie funktioniert ein Hybridauto?

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In der heutigen Zeit zählen alternative Antriebe schon fast zum Standardrepertoire eines jeden Herstellers. Wenn du auf die Umwelt achten und gleichzeitig einen modernen Wagen fahren möchtest, ist das Hybridauto genau das richtige für dich! Aber wie funktioniert ein Hybridauto?

Der Begriff Hybridauto ist allerdings sehr weit gefasst und kann verschiedene Automodelle meinen. Wir erklären dir, wie ein Hybridauto funktioniert und stellen dir dessen diverse Varianten vor. Um dir eine eventuelle Kaufentscheidung zu erleichtern, diskutieren wir auch die Besonderheiten der Hybridvarianten.

So funktioniert ein Hybridantrieb

Grundsätzlich bedeutet der Begriff Hybrid, dass zwei Elemente kombiniert auftreten. Ein Hybridauto bringt Elektro- und der Verbrennungsmotor zusammen. Das verbindet die Vorteile beider Varianten. Infolgedessen gestaltet sich das Gesamtsystem so effizient wie möglich.

Im Vergleich zu einem Verbrenner hat ein Elektromotor bereits bei geringen Drehzahlen einen hohen Wirkungsgrad. Dementsprechend kannst du schnell beschleunigen und sparst auch bei niedrigen Geschwindigkeiten Energie.

Wenn es jedoch um hohe Drehzahlen geht, performt der Verbrennungsmotor eindeutig besser. Das Hybridauto macht sich diesen Umstand zunutze. Es schaltet automatischen zwischen den beiden Motoren vor und zurück. Dabei entscheidet es automatisch, welcher Motor in der jeweiligen Situation effizienter arbeitet. Natürlich kannst du auch beide Motoren zeitgleich betreiben.

Wie du dein Hybridauto wieder aufladen kannst, hängt von der Beschaffenheit des Hybriden ab. In den meisten Fällen wird der benötigte Strom bereits während der Fahrt erzeugt. Der Akku lädt sich durch die Speicherung der Bremsenergie auf.

Wenn du noch mehr über das Aufladen eines Elektro- oder Hybridautos erfahren möchtest, können wir dir diese Beiträge ans Herz legen: E-Auto laden: Was kostet der Strom für ein Elektroauto? oder E-Autos was sind die Preise an den Ladesäulen.

Wie ein Hybridauto funktioniert: Unterschied zwischen Hybrid und Plug-in-Hybrid?

Im Moment unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Hybridarten: Den Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid.

Der Mild-Hybrid besteht aus einem Verbrennungsmotor, der mit einem Start-Generator mit 48 Volt kombiniert wird. Wenn du dein Auto rollen lässt oder abbremst, entsteht Energie. Diese Energie speichert die Batterie. Falls diese nicht ausreicht, schaltet sich der Elektromotor dazu.

Nach der Beschleunigung des Wagens läuft der Verbrennungsmotor allein weiter. Während der Fahrt kann sich der Elektromotor wieder aufladen. Das geschieht beispielsweise dann, wenn du einen Berg hinab fährst. In diesem Fall fungiert der Elektromotor als Generator und lädt die Batterie auf.

Der Voll-Hybrid unterscheidet sich nur gering vom Mild-Hybrid. Er kann bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h vollständig auf den Elektromotor zurückgreifen. Abgesehen davon funktionieren beide Modelle nach demselben Prinzip.

Der Plug-in-Hybrid stellt eine Sonderform dar, die sich aber an großer Beliebtheit erfreut. Daran hat nicht zuletzt die Förderung für Hybridautos Schuld. Wenn du oft in der Stadt unterwegs bist und kurze Strecken zurücklegst, lohnt sich ein Plug-in-Hybrid besonders.

Diese Form des Hybriden ist mit einem besonders starken Elektromotor ausgestattet, der dank der größeren Batterie eine Fahrleistung von bis zu 80 Kilometern ermöglicht. Überschreitest du die modellspezifische elektrische Reichweite deines Fahrzeugs nicht und lädst den E-Motor jeden Tag auf, fährst du so gut wie emissionsfrei.

Wie funktioniert ein Hybridauto

Hybridantrieb in drei Varianten

Heutzutage sind viele Autos mit einem Hybridantrieb ausgestattet. Grundsätzlich wird zwischen einem parallelen und seriellen Hybrid unterschieden. Der leistungsverzweigte Hybrid und der Plug-in-Hybrid sind jeweils Spezialformen.

Paralleler Hybrid

Der parallele Hybrid macht sich die Leistung beider Motoren zunutze, indem er sie addiert. Grundlage hierfür ist die Antriebsachse. Der Elektro- als auch Verbrennungsmotor wirken gemeinsam auf die Achse ein.

In den meisten Fällen unterstützt der Elektromotor den Verbrennungsmotor. Bei einigen Automodellen ist auch ein rein elektrisches Fahren möglich. Die Aufladung des Akkus erfolgt über die Rückgewinnung der Bremsenergie. Abhängig vom Umfang und der Konsequenz durch diese der Hybridantrieb realisiert wird, unterscheidet man in Voll-, Mild- und Mikrohybrid.

Serieller Hybrid

Im Gegensatz zum parallelen Hybrid weist der serieller Hybrid keine mechanische Verbindung zur Antriebsachse auf. Im Vergleich ist der Elektromotor leistungsfähiger. Er allein ist für das Drehmoment zuständig. Im Gegenzug ist der Verbrennungsmotor kleiner gehalten und treibt den Generator an, welcher den Elektromotor mit Strom versorgt. Außerdem ist er dafür da, die Akkus aufzuladen.

Leistungsverzweigter Hybrid

Der leistungsverzweigte Hybrid ist auch unter dem Namen Power-Split oder parallel-serieller Hybrid zu finden. Diese Variante des Hybriden zeichnet sich durch zwei Motoren, einen Verbrennungsmotoren und ein Planetengetriebe aus. Letzteres ist für die Leistungsverzweigung zuständig. Auf diese Weise kann das Drehmoment des Verbrennungs- und des Elektromotors gleichzeitig an die Räder übertragen werden.

Wenn das Auto rein elektrisch fährt, wird der Verbrennungsmotor ausgeschaltet. Darüber hinaus ist es möglich, das Auto durch beide E-Maschinen anzutreiben.

Hybridvarianten und ihre Eigenschaften

Zwischen den Hybridfahrzeugen gibt es diverse Unterschiede. Deshalb kann man sie in folgende Kategorien unterteilen:

Das HybridfahrzeugWie funktioniert ein Hybridauto

Hybridfahrzeuge gehören zu den Elektroautos und können dank einer Leistung von mehr als 20 Kilowatt mit rein elektrischer Energie fahren. Eine Lademöglichkeit über einen Anschluss gibt es jedoch nicht.

Der Voll-Hybrid

Der Voll-Hybrid stellt die technische Basis für den seriellen Hybrid dar. Er vereint den Verbrennungsmotor mit dem leistungsstarken Elektromotor. Du kannst ein Vollhybrid-Fahrzeug komplett elektrisch fahren. Der Verbrennungsmotor bleibt dabei abgestellt.

Der Mikro-Hybrid

Streng genommen zählt der Mikro-Hybrid nicht zu den alternativen Antrieben. Diese Hybridvariante nutzt zum größten Teil die Technik eines herkömmlichen Autos mit Verbrennungsmotor. Die Rekuperation, also die Rückgewinnung von Energie, findet nur geringfügig statt. Infolgedessen kannst du den Kraftstoffverbrauch um fünf bis zehn Prozent senken.

Mittlerweile sind Fahrzeug mit Mikrohybrid-Antrieb weit verbreitet. Hersteller verwenden diesen Begriff allerdings selten.

Der Mild-Hybrid

Im Vergleich zum Vollhybrid überzeugt der Mildhybrid durch seine simplere Technik. Auf der anderen Seite hat er deswegen auch geringer Verbrauchsvorteile.

Fahrzeuge mit einem Mildhybrid-Antrieb haben immer einen Verbrennungsmotor, welcher für den Antrieb verantwortlich ist. Ein leistungsschwächerer Elektromotor unterstützt diesen dabei. Dementsprechend fällt auch die Leistung des Akkus geringer aus.

Der Elektromotor ist dafür zuständig die generierte Energie zurückzugewinnen. Des Weiteren kann er die Leistung des Motors bei Spitzenlast etwas erhöhen. Deshalb kann der Verbrennungsmotor etwas schwächer ausgelegt sein. Auf diese Weise arbeitet er effizienter.