Kraftfahrzeug – was zählt alles zu diesem Begriff?

Von Julia Schäfer 2 November, 2023
4 minutes

Du fährst schon länger Auto. Doch hast du jemals überlegt, was ein Kraftfahrzeug ist? Das ist nicht unwichtig, möchtest du mal ein großes Wohnmobil fahren. Oder dir einen geräumigen Umzugswagen leihen. Denn nicht jeder Führerschein gilt für alle Fahrzeugklassen. Bist du beispielsweise noch nicht 21 Jahre alt, besteht für dich ein Alkoholverbot beim Führen von Kraftfahrzeugen. Ebenso darfst du nur Kraftfahrzeuge steuern, für die du eine Fahrerlaubnis besitzt. Wahrscheinlich darfst du Personenkraftwagen fahren. Aber das ist nur ein Kfz von vielen. Was also verbirgt sich alles hinter dem Begriff „Kraftfahrzeug“?

Kraftfahrzeug – Definition

In § 1 Straßenverkehrsgesetz findest du die Definition für Kraftfahrzeuge. Danach handelt es sich um Landfahrzuge, die nicht an Bahngleise gekoppelt sind durch Maschinenkraft bzw. Motoren bewegt werden.

Im Umkehrschluss fallen Züge oder Anhänger nicht unter diesen Begriff.

Kraftfahrzeuge werden in zwei Kategorien aufgeteilt:

  1. einspurige Kraftfahrzeuge: Krafträder (Motorrad)
  2. zwei- / mehrspurige Kraftwagen mit mindestens vier Rädern: Personenkraftwagen (Limousine), Nutzkraftwagen (Lkw).

Die Unterkategorien zur Übersicht

Die EG-Richtlinie 70/156/EWG enthält eine EU-weit gültige Einteilung von Fahrzeugklassen. Sie basiert auf Art und Zweck des Kraftfahrzeugs und ermöglicht die Zuordnung konkreter Gesetzesvorschriften. So können Automarken neue Autos anmelden – und du sicher sein, alles bei einem Fahrzeugwechsel richtig zu machen.

  • L: leichte Kraftfahrzeuge (Moped)
  • M: Kfz zur Personenbeförderung (Bus)
  • N: Kfz zur Güterbeförderung (Lieferwagen)
  • O: Anhänger

Die Gruppen R, S, T und C gelten spezifisch für die Land- und Forstwirtschaft. Sie enthalten Anhänger, gezogene und Zugmaschinen. Und auch das ist noch nicht alles. Denn jede Klasse hat weitere Unterkategorien.

Wichtig für Automobilhersteller ist der Fahrzeugtyp. Sie können nur ein nach geltenden Bestimmungen gefertigtes Kraftfahrzeug anmelden und eine offizielle Genehmigung erhalten. Dabei beschreibt der Fahrzeugtyp konkrete Automodelle.

Diese Typklasse ist für deine Versicherung und damit auch für dich relevant. Denn der Beitrag für deine Kfz-Haftpflichtversicherung, Kfz-Teilkaskoversicherung oder Kfz-Vollkaskoversicherung bemisst sich auch nach der Schadenanfälligkeit deines Fahrzeugtyps. Ein weiterer Faktor ist beispielsweise die Bindung an eine Autowerkstatt: Eine gute Auto-Werkstatt hilft dir im Schadenfall schnell weiter.

Hier kann eine gute Werkstatt nicht nur eine reibungslose Reparatur gewährleisten, sondern auch Auswirkungen auf die Versicherungskosten haben.

Wenn es um die Reparatur deines Fahrzeugs geht, können unerwartete Kosten schnell auftreten. In diesem Zusammenhang bietet sich eine Reparaturkostenversicherung als sinnvolle Ergänzung an. Diese Versicherung deckt nicht nur Schäden, die durch Unfälle verursacht wurden, sondern auch Reparaturen aufgrund von Verschleiß oder technischen Defekten.

Bildnachweis:
headerbild:©AdobeStock_223954230; M.mphoto

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