Unfallfrei: Was bedeutet das?                                         

Von Julia Schäfer 28 Juni, 2023
4 minutes

Der Begriff unfallfrei ist auch heute noch umstritten und wird häufig falsch verwendet. Insbesondere junge Menschen, die ihr erstes Auto kaufen wollen oder Menschen, die noch nie einen Gebrauchtwagen erworben haben, stehen oft vor dem Rätsel, was Unfallfreiheit wirklich bedeutet.

Dabei ist die Definition von unfallfrei genau festgelegt. Ein Auto ist nur dann unfallfrei, wenn keinerlei Schäden vorhanden sind, die durch einen Unfall verursacht wurden. Ausnahmen sind sogenannte Bagatellschäden.

Wenn du ein gebrauchtes Auto kaufen willst, solltest du daher unbedingt einen Experten damit beauftragen, den Wagen zu prüfen. Und das, bevor du den Kaufvertrag unterschreibst.

Bei Schäden und Reparaturen die nicht durch einen Unfall entstanden sind, werden die Kosten nicht immer von der Kfz-Haftpflichtversicherung gedeckt. Daher lohnt es sich über eine Reparaturkostenversicherung nachzudenken. Informiere dich jetzt:

Wann ist ein Auto unfallfrei?

Egal, ob der Schadenfall durch einen Unfallgutachter bestätigt wurde oder nicht. Es spielt auch keine Rolle, ob die Partnerwerkstatt der Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden regulieren konnte.

Oder die Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung die Reparatur in einer selbstgewählten Werkstatt gestattete. In jedem Fall ist ein Fahrzeug nicht mehr unfallfrei, wenn ein erheblicher Schaden reguliert werden musste.

Was ist der Unterschied zwischen Unfallfreiheit und Bagatellschäden?

Der Unterschied zwischen Unfallschäden und Bagatellschäden ist leicht erklärt. Unfallfreiheit liegt vor, wenn das Auto weder einen Blechschaden noch Schaden an sogenannten tragenden Teilen durch einen Unfall hat.

Dazu gehören keine kleinen Lackschäden oder Bordsteinschläge an den Felgen. Diese Schäden gelten als Bagatellschäden, denn sie beeinflussen die Tauglichkeit des Autos nicht. Wobei angemerkt werden muss, dass starke Schäden an den Felgen durchaus das Fahrverhalten beeinflussen können und gefährlich sind.

Eines haben Unfallschäden und Bagatellschäden jedoch gemeinsam: Sie sind für den Wertverlust des Autos verantwortlich. Egal, ob selbstverschuldeter Unfall mit Fahrerflucht oder ein kleiner Anstoß am Laternenmast, der Wert des Autos sinkt.

Unfallfreiheit beim Gebrauchtwagenkauf: Darauf solltest du achten

Es gibt Verkäufer und Verkäuferinnen, die ein Auto privat verkaufen wollen, weil sie sich mehr Geld für das Auto erhoffen. Denn insbesondere unerfahrene Autokäufer und Fahranfänger, die ihr erstes Auto kaufen, wissen oft nicht, worauf es beim Gebrauchtwagenkauf ankommt.

Denn obwohl sowohl Unfallschäden als auch Bagatellschäden im Kaufvertrag angegeben werden müssen, wird dies oft „vergessen“. Sie machen sich zunutze, dass Unfallfreiheit nicht im Kaufvertrag angegeben werden muss und hoffen darauf, dass der Käufer nicht nachfragt.

Wenn du keine Angaben finden kannst, frage also nach und schaue dir den Wagen genau an. Überprüfe zum Beispiel die Spaltmaße der Kofferraumklappe und der Motorhaube, ungleichmäßige Spalten deuten auf einen Unfall hin.

Auch das leichte Abklopfen vom Auto kann helfen, denn musste der Wagen überlackiert werden, erkennst du dies an der Geräuschveränderung. Der Ton wird stumpfer, umso dicker der Lack. Dies kannst du auch mit einer Sichtprüfung genauer untersuchen, oft gibt es kleine Unterschiede im Farbton.

In jedem Fall aber ist es empfehlenswert, einen Sachverständigen mit der Sichtung des Autos beauftragen, bevor du es kaufst.

 

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