Fahrzeugaufbereitung

Von Marie 24 Februar, 2023
4 minutes
Fahrzeugaufbereitung

Eine Fahrzeugaufbereitung dient in erster Linie der Instandhaltung und Pflege deines Autos. Alle wichtigen Erklärungen und nützlichen Tipps hierzu erfährst du in diesem Beitrag.

Was versteht man unter einer Fahrzeugaufbereitung?

Eine Fahrzeugaufbereitung kann verschiedene Leistungen umfassen. Grundsätzlich geht es darum, das Auto optisch und hygienisch in einen möglichst guten Zustand zu versetzen beziehungsweise diesen zu halten. Spätestens bei kleineren Glasschäden sowie Hagelschäden, Sturmschäden oder anderen Elementarschäden wird eine umfassendere Aufbereitung notwendig.

Du kannst die Autoaufbereitung selber vornehmen, wenn du über das entsprechende Know-how verfügst. Andernfalls kannst du eine professionelle Werkstatt damit beauftragen. Eine professionelle Fahrzeugaufbereitung umfasst normalerweise folgende Arbeiten:

  • Reinigung des Außenbereichs: Autowäsche, Lackaufbereitung, Unterbodenreinigung, Motorwäsche, Materialpflege und Versiegelung. Kleinreparaturen wie das Ausbessern von Kratzern im Lack oder an den Scheiben.
  • Reinigung des Innenbereichs: Tiefenreinigung von Boden, Teppichen und Autositzen sowie Pflege und Ausbesserung der Sitzpolster. Entfernung unangenehmer Gerüche, falls nötig mit Ozonbehandlung.

Warum eine Fahrzeugaufbereitung durchführen?

Eigentlich brauchst du keinen speziellen Anlass, um eine Kfz-Aufbereitung durchführen zu lassen. Schließlich ist es nie falsch, wenn dein Auto sauber und gut erhalten ist. Doch es gibt einige Situationen, in denen sich eine Autoaufbereitung besonders lohnt:

  • Du verkaufst dein Auto und möchtest einen möglichst hohen Preis dafür erzielen.
  • Du musst bald deinen Leasingwagen zurückgeben und möchtest die Abzüge und Kosten auf ein Minimum beschränken.
  • Du hast einen Gebrauchtwagen erstanden und möchtest ihn einer Grundreinigung unterziehen.
  • Du fühlst dich in deinem Auto aufgrund von unangenehmen Gerüchen und Flecken nicht mehr wohl.
  • Du möchtest unschöne Kratzer oder Schrammen an deinem Wagen ausbessern.
  • Du besitzt einen Oldtimer und möchtest einen Wertverlust

Das kostet die Fahrzeugaufbereitung

Die Kosten für eine professionelle Fahrzeugaufbereitung hängen vor allem vom Zustand deines Autos und dem Arbeitsaufwand ab. Auch die Größe deines Autos und etwaige Spezialreinigungen schlagen sich im Preis nieder. Grundsätzlich musst du mit ungefähr 50 Euro pro Arbeitsstunde rechnen, wobei es hier regionale Unterschiede gibt.

Du bist nicht verpflichtet, eine komplette Fahrzeugaufbereitung durchführen zu lassen. In den meisten Autowerkstätten kannst du selbst bestimmen, welche Teilbereiche deines Fahrzeugs du aufbereiten möchtest. Damit du dir davon eine Vorstellung machen kannst, siehst du hier eine Liste möglicher Teilbereiche mit ungefähren Preisangaben:

  • Komplette Innenraumreinigung: ab 100 Euro
  • Lederpflege: ab 45 Euro
  • Hundehaarentfernung: etwa 20 Euro
  • Komplette Außenreinigung: ab 200 Euro
  • Lackaufbereitung: ab 170 Euro
  • Felgenreinigung: etwa 20 Euro pro Felge
  • Motorwäsche: ab 60 Euro
  • Schaden in Windschutzscheibe ausbessern: ab 80 Euro
Fahrzeugaufbereitung

Fahrzeugaufbereitung: Selber machen oder den Profi beauftragen?

Eine komplette Fahrzeugaufbereitung in der Werkstatt kann sehr teuer werden. Wenn du Teile davon in Eigenregie machst, kannst du viel Geld sparen. Doch auch hier ist der Zustand des Fahrzeugs ausschlaggebend: Einfache Reinigungarbeiten und das Ausbessern kleiner Makel kannst du selbst ausführen.

Doch wenn spezielle Reinigungsmittel oder besondere Werkzeuge nötig sind, lässt du besser eine Fachperson ran. Auch bei der Motoraufbereitung solltest du dich zurückhalten, denn ohne die nötige Expertise kannst du dort Schäden verursachen.

So führst du die Autoaufbereitung selbst durch

Hast du beschlossen, bei der Fahrzeugaufbereitung selbst Hand anzulegen? Unsere praktischen Tipps helfen dir dabei, richtig vorzugehen.

Innenreinigung

  1. Vorreinigung: Räume dein Auto komplett leer und sauge den Innenraum gründlich. Benutze dabei die verschiedenen Aufsätze des Staubsaugers, um in alle Ritzen und Ecken zu gelangen. Entferne Tierhaare mit einem Fusselroller, Gummihandschuh oder einem feuchten Lappen.
  2. Polster- und Teppichreinigung: Bei starker Verschmutzung kannst du die Sitzbezüge mit Polsterschaum reinigen. Verwende keinesfalls Wasser, das kann später Schimmel verursachen. Für Sitze mit Lederbezügen findest du in deinem Benutzerhandbuch eine Anleitung zur korrekten Lederpflege. Deine Teppiche kannst du rausnehmen und mit einem speziellen Teppichreiniger einschäumen.
  3. Fensterreinigung: Reinige die Autoscheiben vorsichtig mit Glasreiniger und einem Mikrofasertuch, um Kratzer zu vermeiden.
  4. Kunststoffbereiche: Im Cockpit und an den Türleisten solltest du ebenfalls keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden. Ein feuchtes Mikrofasertuch reicht meist völlig aus, um den Schmutz zu entfernen. Um die Plastikteile wieder zum Glänzen zu bringen, kannst du ein entsprechendes Kunststoffpflegemittel verwenden.

Außenreinigung

  1. Vorwäsche: Um den gröbsten Schmutz zu entfernen, fährst du am besten in eine Waschanlage. Wenn du mit einem Hochdruckreiniger arbeitest, solltest du auf einen Mindestabstand von einem halben Meter achten. Und zwar, um den Lack nicht zu beschädigen.
  2. Handwäsche: Schäume den Wagen mit einem Autoshampoo und einem weichen Schwamm oder Lappen ein. Mache dabei kreisende Bewegungen und wasche den Schwamm immer wieder aus, damit du den Lack nicht mit Schmutzpartikeln zerkratzt. Spül das Auto mit reichlich klarem Wasser ab und trockne es mit einem Mikrofasertuch.
  3. Scheiben: Bei den Außenscheiben und den Rückspiegeln gehst du genau gleich wie bei der Innenreinigung vor.
  4. Lack: Nach der Reinigung kannst du den Lack mit Politur und Versiegelung pflegen. Halte dich dabei genau an die Anweisungen auf der Verpackung.
  5. Felgen: Benutze hier speziellen Felgenreiniger und falls nötig Rostlöser. Halte dich ebenfalls an die Benutzungsanleitung der Produkte. Zum Schluss kannst du deine Reifen noch mit einem Reifen-Gel zu neuem Glanz verhelfen.

Bildnachweise: Headerbild © AdobeStock_168894759 industrieblick; Bild 1 © AdobeStock_35093534 VRD

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