Poolversicherung

By Julia Schäfer May 9, 2023
4 minutes

Immer mehr Gartenbesitzer entschließen sich dazu, ihr eigenes Grundstück um einen Pool zu ergänzen. Immerhin handelt es sich hierbei um eine großartige Möglichkeit, die Fläche hinter dem Haus noch individueller zu nutzen. Vielleicht hast auch du dir schon einmal die Frage gestellt, ob ein eigenes, privates Schwimmbad für dich in Frage kommt.

Ein „Detail“ sticht in diesem Zusammenhang besonders oft ins Auge: Ein Pool kann teuer sein. Wenn du dann das „nötige Kleingeld“ zusammen hast, stellt sich natürlich auch die Frage, welche Punkte es mit Hinblick auf einen möglichen Versicherungsschutz zu beachten gilt. Immerhin kann ein Schadenfall schnell viel Geld kosten. Mittlerweile bieten sich Poolbesitzern einige unterschiedliche Optionen, wenn es darum geht, auf der möglichst sicheren Seite zu sein.

Oder anders: Eine Pool Versicherung kann dir vielleicht dabei helfen, nachts ein wenig beruhigter zu schlafen. Die folgenden Abschnitte zeigen auf, wann es sich besonders lohnt, über den Abschluss einer Versicherung für den Pool nachzudenken und welche Risiken versichert sind.

Poolversicherung: Wann ist sie sinnvoll?

Wie der Pool versichert ist, hängt vor allem von dessen Aufbau ab. Wenn du zum Beispiel einen festverbauten Pool in deinen Garten integriert hast, ist es in der Regel immer möglich, ihn über die Wohngebäudeversicherung zu versichern. Als Grundvoraussetzung gilt hier, dass das Becken mindestens zur Hälfte in die Erde eingelassen ist. Entschließt du dich dazu, deinen Pool im Garten nachträglich einzubauen, ist es sinnvoll, kurz bei deiner Versicherung nachzufragen, welche Schäden im Rahmen der Wohngebäudeversicherung hier abgedeckt sind.

Freistehende Pools sind besonders beliebt. Treten hier Schäden auf, sind diese in der Regel über die Hausratversicherung abgesichert. Hier greift dann der Bereich der Außenversicherung. Doch Vorsicht! Einige klassische Schäden, die im Garten aufgrund von Wetterereignissen schnell entstehen können, sind nicht zwangsläufig in die Hausratversicherung integriert. Willst du deinen Pool also unter anderem auch vor Hagelschäden und starkem Sturm schützen, checke vorab unbedingt, ob diese äußeren Einflüsse mitversichert sind. Gegebenenfalls kannst du sie in deinem Versicherungsvertrag auch gegen Aufpreis ergänzen lassen.

Allgemeine Rechte und Pflichten

Als Poolbesitzer bist du mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten konfrontiert. Ob du beispielsweise eine Baugenehmigung für das Schwimmbecken einholen musst oder nicht, ist von deinem jeweiligen Wohnort abhängig. Ansprechpartner für Fragen ist die örtliche Behörde. Generell gilt: Je größer dein Pool, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ihn von der zuständigen Stelle absegnen lassen musst. Kleinere Pools bis zu einem Volumen von 50 cm3 dürfen in den meisten Fällen ohne Genehmigung aufgestellt werden.

Zudem bist du verpflichtet:

  • für die Sicherheit der Menschen zu sorgen, die sich in der Nähe des Pools befinden. Wenn du deiner Verkehrssicherungspflicht nicht nachkommst, können Schadensersatzforderungen und im schlimmsten Fall ein Strafverfahren auf dich zukommen.
  • Kinder in der Nähe des Pools zu beaufsichtigen beziehungsweise beaufsichtigen zu lassen
  • deinen Pool ausreichend zu sichern. Hierzu gehört es, den Pool außerhalb der Nutzung mit Hilfe von Abdeckungen oder fest fixierten Planen zu schützen. Ergänzend hierzu achte darauf, dass der Boden rund um deinen Pool rutschfest ist und du Spielgeräte und Leitern abnimmst, wenn sie ohnehin nicht benötigt werden.

Vergiss in diesem Zusammenhang auch nicht, deinen neuen Pool deiner Versicherung zu melden und dafür zu sorgen, dass die Deckungssumme ausreicht, um etwaige Schäden reparieren lassen zu können.

Welche Schäden übernimmt die Haftpflichtversicherung?

Deine Haftpflichtversicherung kommt immer dann zum Tragen, wenn du jemand anderem Schaden zugefügt hast. Kommt es zu einem Unfall an deinem Pool und im schlimmsten Fall ein Mensch oder ein Tier ertrinken, ist Schadensersatz und Schmerzensgeld in der Regel über die private Haftpflichtversicherung abgerechnet.

Eine Ausnahme gibt es dennoch: Ist der Unfall durch grob fahrlässiges Handeln verursacht, kann es sein, dass deine Haftpflichtversicherung nicht greift.

Pool über den Hausrat versichern: Geht das?

Ja. Frei aufgestellte Pools im Garten gehören zum Hausrat und sind über die Außenversicherung der Hausratversicherung abgedeckt. Wie bereits oben erwähnt, ist es wichtig, einen Blick auf das Kleingedruckte zu werfen und zu überprüfen, welche Schäden genau versichert sind. Am besten ist es, auch die sogenannten Elementargefahren mit aufzunehmen. In diesem Fall sind auch Schäden, die beispielsweise durch Überschwemmung hervorgerufen werden, abgedeckt.

Wenn dein Pool über die Hälfte im Garten fest eingebaut ist, fällt er in den Bereich der Wohngebäudeversicherung.

Welche Risiken sind versichert?

Welche Risiken über deine Versicherung abgedeckt sind, ist immer vom jeweiligen Versicherungsvertrag abhängig. Entscheidest du dich für eine besonders umfangreiche Variante, inklusive Elementarschäden, schützt dich deine Versicherung unter anderem mit Hinblick auf Schäden, die durch die folgenden Ursachen entstanden sind:

  • Hochwasser
  • Feuer
  • Sturm
  • Schneedruck
  • Erdbeben
  • Vandalismus beziehungsweise Einbruchdiebstahl.

Meistens ist nicht nur dein Pool selbst, sondern auch das Zubehör, wie zum Beispiel Sandfilteranlage, Wärmepumpe und Komplettset, abgesichert. Ist dein Pool nach einem Unwetter beispielsweise undicht, geht die Poolpumpe nicht mehr an oder läuft der Pool im schlimmsten Fall aus, kommt die Versicherung zum Zug.

Unfall am Pool: Wer haftet?

Wenn dein Pool nicht ordnungsgemäß gesichert wurde, haftest du für die Schäden, die hier entstehen. Es reicht nicht aus, als Poolbesitzer beispielsweise darauf hinzuweisen, dass Eltern, die zu Besuch waren, vor einem Unfall nicht selbst auf ihr Kind aufgepasst haben. Deine Pflicht als Poolbesitzer ist es, dein Schwimmbad so abzusichern, dass das Risiko im Zusammenhang mit Unfällen möglichst gering ist. In diesem Fall kannst du haftbar gemacht werden, wenn du nicht für eine stabile Abdeckung und nötige Sicherheitsvorkehrungen gesorgt hast.

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