Monowheels: Darauf musst du bei der Anschaffung achten 

By Marie March 21, 2023
4 minutes
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Cooler geht’s nicht: Freihändig auf einem futuristisch wirkenden, gerade mal 40 Zentimeter großen Reifen durch die Gegend flitzen – mit bis zu 30 Stundenkilometern! Monowheels sind DAS Gadget für junge Leute, die sich umweltschonend fortbewegen wollen. Aber Vorsicht! Denn auch wenn so ein Airwheel echt Fun macht – es gibt in Sachen öffentlicher Straßenverkehr und Versicherung einiges zu beachten. Was genau, verraten wir dir hier.   

Schau auch mal hier rein, wenn du dich für umweltbewusstes Fahren interessierst.

Was ist ein Monowheel genau? 

Ein Mono- oder auch Airwheel ist ein einrädriges Fahrzeug, das ein Elektromotor antreibt. Eine Lenkstange gibt es nicht, man steht auf zwei an der Seite montierten Trittflächen. Da man freihändig fährt, erfolgt eine Richtungsänderung durch geschickte Gewichtsverlagerung.

Im Inneren des Monowheels verbirgt sich neben dem Elektromotor und dem Akku ein Kreiselstabilisator. Der verhindert ein Kippen des Elektro-Einrads während der Fahrt. Genau diese Bestandteile machen den Flitzer allerdings auch ziemlich schwer. Je nach Ausführung können da schon mal 20 Kilogramm auf die Waage gebracht werden.  

Aufgrund ihrer technischen Komplexität können Monowheels anfällig für mechanische Probleme und Schäden sein. Reparaturen können preisintensiv sein, insbesondere wenn spezialisierte Ersatzteile benötigt werden. Mit unserer Reparaturkostenversicherung musst du dir keine Sorgen über kospielige Rechnungen machen.

Brauchst du dafür einen Führerschein?

Obwohl Monowheels im Straßenverkehr nicht zugelassen sind (dazu später mehr), brauchst du tatsächlich einen Führerschein dafür. Und zwar ist hier zwingend der Pkw-Führerschein (Klasse B) vorgeschrieben. Fährst du ohne auf der Straße, machst du dich laut § 21 Straßenverkehrsgesetz wegen „Fahrens ohne Fahrerlaubnis“ strafbar.

Der Grund dafür ist, dass ein solches elektrisches Einrad wegen seiner besonderen Merkmale ganz generell als Kraftfahrzeug eingestuft wird – und dafür braucht man eben einen Führerschein. 

Übrigens: Das bedeuten die Schadenfreiheitsklassen bei der Versicherung.

Wo darfst du damit fahren?

Jedes motorbetriebene Fahrzeug im Straßenverkehr, das schneller als sechs Stundenkilometer fährt, braucht eine Betriebserlaubnis. Ein Monowheel fährt deutlich schneller und besitzt bis auf wenige Ausnahmen keine verkehrstaugliche Beleuchtung und auch keine Bremse.

Was also tun?

Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) und die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) sagen daher klar, dass es für Monowheels in Deutschland keine Straßenzulassung gibt. Zwar arbeitet das Bundesverkehrsministerium an einer Gesetzesanpassung, mit der auch ein elektrischer Einrad-Scooter wie Segway eine Straßenverkehrszulassung erhalten könnte. Bis es aber soweit ist, darf das Airwheel ausschließlich im „abgegrenzten nichtöffentlichen Verkehr“ gefahren werden. Das wäre dann zum Beispiel ein abgetrennter oder abgesperrter Innenhof.

Übrigens: Kennst du den Unterschied zwischen Fahrzeughalter und Fahrzeugeigentümer?

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Wer zahlt bei Unfällen mit dem Monowheel? 

Bei diesem Punkt musst du aufpassen! Denn weil Monowheels als Kraftfahrzeuge gelten, müsstest du theoretisch eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Da der elektrische Einrad-Scooter aber nicht zulassungsfähig ist, bekommt er von keinem Versicherungsunternehmen den entsprechenden Schutz.

Und wie sieht’s mit der privaten Haftpflichtversicherung aus?

Nicht viel besser. Laut § 1 Pflichtversicherungsgesetz (PflVG) müssen Kraftfahrzeuge beim Betrieb im öffentlichen Verkehrsraum zwar eine Haftpflichtversicherung besitzen; Monowheels dürfen da aber ja überhaupt nicht betrieben werden. Solltest du mit deinem Fun-Gerät auf einem privaten, abgetrennten Grundstück einen Unfall verursachen, kommt es auf deine Versicherung an. Grundsätzlich zahlt die Privathaftpflicht bei Unfällen mit dem Monowheel nicht. Es gibt aber Ausnahmen

Am besten sprichst du uns in Sachen Privathaftpflichtversicherung direkt an. Unsere Experten und Expertinnen können dich dazu optimal beraten.

Übrigens: Hier findest du alles, was du zum Thema Versicherungspflicht wissen solltest. 

Monowheel kaufen: Darauf solltest du achten  

Trotz all dieser Bestimmungen solltest du dir auf keinen Fall den Spaß nehmen lassen. Willst du ein Monowheel kaufen, haben wir hier einige Tipps für dich. 

Wichtig sind die Leistungen des Motors und des Akkus. Als Faustregel gilt: 

  • Je mehr Power der Motor hat, desto schneller kannst du fahren. 
  • Je höher die Kapazität des Akkus, desto weiter kannst du fahren.

Auch vom Preis her gibt es extreme Unterschiede. Einsteigermodelle sind schon für knapp 600 Euro erhältlich, für ein Premiummodell kannst du auch locker 2.500 Euro bezahlen. 

Worauf du außerdem noch achten solltest:

  • Belastbarkeit
  • Radgröße
  • Gewicht
  • Beleuchtung

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