Ottomotor: So funktioniert er!

By Julia Schäfer May 9, 2023
4 minutes
ottomotor

Bei dem Ottomotor handelt es sich um einen Verbrennungsmotor. Das bedeutet, dass es eine Wärmekraftmaschine ist, die eine innere Verbrennung möglich macht. Die Technik basiert dabei auf der Kompression von einem Kraftstoffgemisch sowie Luft und die anschließende Fremdzündung durch die eingebauten Zündkerzen. Es gibt unterschiedliche Ottomotoren, die auf verschiedene Weise funktionieren und in unterschiedlichen Maschinen bzw. Fahrzeugen eingebaut sind. Der Viertaktmotor ist mitunter die typische Bauart.

Ottomotor: Was ist das?

Bei einem Ottomotor handelt es sich um den typischen Verbrennungsmotor, welcher in Autos und weiteren Fahrzeugen eingebaut ist. Diesen gibt es in vielen verschiedenen Bauarten. Sie unterscheiden sich durch unterschiedliche hohe PS-Zahl und die Bauweise diverser Herstellermarken.

Zu den häufigsten Modellen der Ottomotoren gehören der Zweitaktmotor sowie der Viertaktmotor. Diese finden ihren Einsatz besonders in Autos, Motorräder sowie Rasenmähern und weiteren Maschinen. Der Aufbau kann sich dabei stets etwas voneinander unterscheiden, wobei die wichtigsten Komponenten immer gleich sind.

  • Der Brennraum des Motors
  • Der Kolben
  • Die verschiedenen Ventile und Kanäle
  • Die Kurbelwelle
  • Die Pleuelstange
  • Zündkerze

So funktioniert der Motor

Der Ottomotor ist der typische Verbrennungsmotor, bei dem Benzin als Treibstoff eingesetzt wird. Dabei gibt es unterschiedliche Arten Benzin. Möchtest du ein Auto privat verkaufen oder ein Auto online kaufen, gilt es, darauf zu achten. Der Motor erzeugt nun mit Hilfe einer explosionsartigen Verbrennung mechanische Energie. In einem Ottomotor wird das Benzin mit Luft gemischt, wobei im Anschluss eine Verbrennung stattfindet. Durch den Einsatz einer Zündkerze wird das Gemisch entzündet, wodurch nun die Verbrennung und die dadurch resultierende Ausbreitung entstehen. Die Folge ist die Bewegung des Kolbens.

Alle Ottomotoren haben dabei den gleichen Ablauf, welcher in vier einzelne Phasen aufgeteilt ist.

Verdichtungsakt

Bei dieser Phase fährt der Zylinder im Auto nach oben. Dabei wird das Gemisch aus Kraftstoff und Luft auf ca. zehn Prozent des Ausgangsvolumens zusammengedrückt. Dabei entsteht ein Druck von ca. 20 bar.

Zünden und Verbrennen

Das Gemisch wird erst kurz vor dem sogenannten oberen Totpunkt entzündet. Die Entzündung funktioniert per Funkenüberschlag, welcher von der Zündkerze erzeugt wird. Die daraus entstehende Flammfront breitet sich konzentrisch aus. An der kalten Brennraumwand erlischt sie nun. Das nun brennende Gas erreicht eine Temperatur von mehr als 2000 Grad, wodurch der Zylinderdruck stark ansteigt. Der Druck selbst kann sogar 80 bis 100 bar erreichen. Zwischen dem eigentlichen Zünden und dem darauffolgenden Erreichen von dem maximalen Druck liegen einige Sekunden.

Arbeitsakt

Durch den zurückweichenden Kolben kann das heiße Gas nun entspannen, wobei der Druck auf ungefähr zwei bar zurückgeht. Die Temperatur beträgt noch ca. 1000 Grad. Während der Expansion ist das Gas also wesentlich wärmer als beim Verdichten, sodass auch der Druck höher ist, womit nun eine nutzbare Arbeit entsteht.

Gaswechsel

Nach dem eigentlichen Arbeitstakt ist das verwendete Gas nicht mehr nutzbar und wird zum sogenannten „Abgas“, welches nun entfernt wird, damit neues Gas eingelassen werden kann.

  • Wichtig: Sollte mal etwas am Motor nicht stimmen, gibt es spezielle Warnleuchten im Auto,  die diese anzeigen. In diesem Fall solltest Du dringend eine freie Werkstatt bzw. eine Vertragswerkstatt aufsuchen und alles prüfen lassen.

Ottomotoren können unerwartete Reparaturkosten verursachen, sei es durch Verschleiß oder technische Defekte. Eine Reparaturkostenversicherung bietet Schutz vor finanziellen Belastungen durch Motorschäden und sorgt dafür, dass du bei unvorhergesehenen Reparaturen nicht nur mobil bleibst, sondern auch finanziell gut geschützt bist.

Die Geschichte vom Ottomotor

Schon im Jahr 1864 wurde die erste Motorenfabrik von Nicolaus August Otto und Eugen Langen in Köln gegründet. Aus diesem Unternehmen entstand im Jahr 1872 die Gasmotoren-Fabrik DEUTZ AG. Bis 1876 entwickelte Otto einen Flugkolbenmotor. Während dieser Zeit erfand Christian Reithmann ebenso den Viertaktmotor. Neu war hier vor allem der Verdichtungstakt sowie die dazugehörige Ventilsteuerung. Neben Reithmann erhielt auch Otto 1877 ein deutsches Patent auf seinen Motor. Hierbei handelte es sich um einen Viertaktmotor, welcher mit Leuchtgas betrieben wurde und drei PS brachte. Dieses Patent wurde ihm allerdings aufgrund der früheren Erfindung wieder abgesprochen. Dieser wurde nun ab 1877 unter dem Namen „Ottos neuer Motor“ produziert. Der Zweitaktmotor wurde im Jahr 1878 von Dugald Clerk entwickelt.

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Bildnachweis:
Headerbild: ©AdobeStock_588432435 ; Serangan

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