Aquaplaning

Von Annalena B. 11 August, 2023
4 minutes
Aquaplaning

Du hast bestimmt auch schon mal von Aquaplaning gehört. Worum es sich dabei genau handelt und was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist Aquaplaning?

Aquaplaning wird auch als „Wasserglätte” oder „Aufschwimmen” bezeichnet. Aquaplaning entsteht, wenn die Straße nass ist und das Reifenprofil das Wasser nicht mehr ableiten kann. Dann staut sich dieses vor dem Reifen und wirkt wie ein Keil oder eine Bugwelle. Wenn sich so ein Wasserfilm unter dem Reifen bildet, verliert dieser an Bodenhaftung und es entsteht Aquaplaning.

Was macht Wasserglätte so gefährlich?

Dadurch, dass dein Auto beim Aquaplaning praktisch auf der Fahrbahn schwimmt, verliert es die Bodenhaftung. Das bedeutet, dass die Brems- und Lenkkräfte nicht mehr richtig übertragen werden können. Dadurch kannst du die Kontrolle über dein Fahrzeug verlieren und ins Schleudern geraten. Die Gefahr, von der Fahrbahn abzukommen oder einen Unfall zu verursachen, ist beim Aquaplaning sehr hoch. So kann es beispielsweise sehr schnell zu einem Auffahrunfall kommen.

Nach einem Unfall können Reparaturen können kostspielig werden. Mit unserer Reparaturkostenversicherung fährst du sorgenfrei durch alle Wetterbedingungen und musst dir keine Gedanken mehr über potenzielle Schäden durch Aquaplaning machen. Wir bieten dir die Gewissheit finanzieller Absicherung, damit du dich unbeschwert auf die Straße begeben kannst. Gute Fahrt!

Wo tritt besonders häufig Aquaplaning oder Wasserglätte auf?

Eine nasse Fahrbahn, beispielsweise bei einem Platzregen, ist die erste Voraussetzung für Aquaplaning. Doch es gibt daneben eine ganze Reihe anderer Faktoren, die dieses Phänomen begünstigen. Je mehr von ihnen gegeben sind, desto größer ist die Gefahr von Aquaplaning:

  • Geschwindigkeit: Je schneller du fährst, desto mehr Wasser muss dein Reifen auf einmal verdrängen. Bei einer hohen Fahrgeschwindigkeit kann sich also leichter ein Wasserkeil unter deinen Reifen bilden.
  • Wassermenge: Mit steigender Höhe des Wasserfilms auf der Straße steigt auch die Gefahr für Aquaplaning. Denn dann kann wiederum mehr Wasser auf der Fahrbahn sein, als dein Reifenprofil ableiten kann.
  • Fahrbahn: Bei einem unebenen Belag oder einer dichten Fahrbahnoberfläche kann das Regenwasser nicht schnell genug ablaufen und sammelt sich. Deshalb kommt Aquaplaning in Kurven, Unterführungen oder Spurrinnen besonders häufig vor.
  • Reifen: Je schlechter deine Reifen das Wasser verdrängen können, desto eher können sie darauf aufschwimmen. Niedriger Reifendruck, breite Reifen und ungenügende Profiltiefe sind alles Faktoren, die das Risiko für Aquaplaning erheblich erhöhen.
  • Stoßdämpfer: Sie sorgen dafür, dass alle vier Reifen stets mit gleichbleibendem Druck auf der Fahrbahn haften. Wenn deine Stoßdämpfer verschlissen oder beschädigt sind, können einer oder mehrere Reifen leichter den Kontakt zur Fahrbahn verlieren.

Gibt es Warnzeichen für Aquaplaning?

Bei starkem Regen solltest du vor allem aufmerksam bleiben und genau hinhören. Wenn du im Kotflügelbereich laute Wassergeräusche hörst, ist das die erste Warnung für Aquaplaning. Sind die Radkästen jedoch gut gedämmt, sind diese nicht wahrnehmbar. Auch wenn du das Lenkrad auf einmal sehr leicht bewegen kannst oder dort einen Schlag spürst, musst du achtsam sein. Denn das heißt, dass sich zu viel Wasser unter deinen Reifen befindet. Wenn deine Reifen wegen der Wassermassen bereits beginnen durchzudrehen, steigt die Motordrehzahl an und die ESP-Lampe beginnt zu blinken.

Aquaplaning

Das kannst du bei Wasserglätte tun

Das Wetter kannst du natürlich nicht beeinflussen. Dennoch gibt es einige Dinge, die du tun kannst, um Aquaplaning zu vermeiden:

  1. Achte auf deine Fahrgeschwindigkeit und geh bei nasser Fahrbahn vom Gas. Selbst die angegebene Geschwindigkeit kann bei viel Wasser bereits zu hoch sein.
  2. Kontrolliere regelmäßig den Druck und die Profiltiefe deiner Reifen. Ersetze sie gegebenenfalls durch ein neues Set mit guten Aquaplaning-Eigenschaften.
  3. Je nach Beanspruchung solltest du deine Stoßdämpfer alle ein bis zwei Jahre überprüfen lassen.

Achte darauf, regelmäßige Inspektionen wie die Hauptuntersuchung (HU) vornehmen zu lassen. So stellst du sicher, dass Reifen und Co. im besten Zustand sind.

Was tun bei Aquaplaning? Wenn du doch ins Rutschen kommst

Bei Aquaplaning ist weniger mehr: Halte das Lenkrad mit beiden Händen gerade und tue sonst nichts, bis deine Reifen wieder Haftung auf der Fahrbahn kriegen. Versuche nicht zu bremsen, zu lenken oder zu beschleunigen. Nimm stattdessen den Fuß langsam vom Gaspedal. Trete dann auf die Kupplung und lass das Auto ausrollen, bis die gefährliche Situation vorüber ist.

Was zahlt die Versicherung beim Unfall durch Aquaplaning?

Wenn du aufgrund von Aquaplaning einen Unfall hattest, übernimmt eine Kfz-Vollkaskoversicherung Schäden an deinem Fahrzeug. Für Schäden an anderen Autos oder beispielsweise einem Verkehrsschild kommt deine Kfz-Haftpflichtversicherung auf.

Anders ist es bei einem selbstverschuldeten Unfall. Wenn sich beim Unfallgutachten aber herausstellt, dass du zu schnell gefahren bist, haften deine Versicherungen nicht. Selbiges trifft zu, wenn das Profil deiner Reifen zu abgenutzt ist. Denn dann hast du grob fahrlässig gehandelt und riskierst beispielsweise deinen Versicherungsschutz durch die Vollkasko komplett zu verlieren.

Hinweis: Bei einem Unfall klärt eine sachverständige Person oftmals den Schuldanteil der Beteiligten. Liegt eine Mitschuld beider vor, teilen sich die Versicherungen die Schadensregulierung.

 

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