Gebäudeversicherung: So kannst du bei den Kosten sparen!

Von Annalena B. 6 Juli, 2023
4 minutes
Gebäudeversicherung Kosten

Gerade als Eigentümer*in einer Immobilie ist die Gebäudeversicherung eine der wichtigeren Versicherungen für dich. Wenn etwas passiert, schützt sie dich vor extremen finanziellen Verlusten. Allerdings ist so eine Wohngebäudeversicherung natürlich auch mit Kosten verbunden.  Lies hier, was dieser Versicherungstyp kosten kann und was du dabei beachten solltest.

Gebäudeversicherung – was ist das?

Die Gebäudeversicherung schützt Eigentümer und Eigentümerinnen vor Schäden an Haus und Wohnung. Darüber hinaus sind auch Garagen, Carports, Wintergärten, Terrassen, Gartenhäuser und Geräteschuppen mitversichert. Eine gesetzliche Pflicht zum Abschluss einer Wohngebäudeversicherung gibt es in Deutschland übrigens nicht. Dennoch empfiehlt es sich, den Versicherungsschutz dann zu starten, wenn du als Eigentümer oder Eigentümerin im Grundbuch eingetragen bist.Kaufst du hingegen eine gebrauchte Immobilie und besteht für diese schon eine Gebäudeversicherung, wird der Vertrag dafür automatisch übernommen.

Wichtig: Schon im Vorfeld muss der Eigentümerwechsel dem Versicherungsunternehmen mitgeteilt werden. Das ist gesetzlich geregelt.

Als neuer Eigentümer oder Eigentümerin hast du bei einem bestehenden Versicherungsschutz ein Sonderkündigungsrecht. Das heißt, dass du die Versicherung auch außerhalb der gesetzlichen Kündigungsfrist beenden kannst. Du kannst also frei entscheiden, ob du die bestehende Versicherung langfristig übernehmen oder dich nach einem anderen Anbieter umsehen willst.

Die Leistungen im Überblick

In den einfachen, nicht erweiterten Policen sind beispielsweise folgende Schadensfälle versichert:

  • Feuer etwa durch einen Brand, Blitzschlag, eine Explosion oder Implosion. Normalerweise ist auch eine Feuerversicherung ein Bestandteil der sogenannten verbundenen Wohngebäudeversicherung. Sie deckt also die Kosten, die durch einen Wohnungsbrand entstehen sowie auch die möglichen Folgeschäden. Das können beispielsweise Beschädigungen durch Löschwasser sein.
  • Sturm ab Windstärke 8. Hierbei handelt es sich nach der Beaufortskala um einen “stürmischen Wind”. Große Bäume können bewegt werden, bzw. brechen schon größere Zweige ab. Hier ist im Schadensfall nötigenfalls ein Gutachten vom Wetterdienst für deine Region einzuholen.
  • Hagel, der zum Beispiel deine Dachpfannen, Fenster oder Rollläden beschädigt.

Allerdings hat die Wohngebäudeversicherung wenig mit der Hausratversicherung zu tun. Diese schützt deinen Hausrat vor Diebstahl, Feuchtigkeitsschäden in Haus und Wohnung  und anderen Gefahren. Und besteht in deiner Wohngebäudeversicherung zusätzlich ein Elementarschutz, ist dein Haus oder deine Wohnung auch gegen Schäden durch Starkregen, Hochwasser, Rückstau, Erdrutsche, Erdbeben und Lawinen abgesichert. Besonders in durch Naturkatastrophen gefährdeten Regionen ist dieser Schutz empfehlenswert.

Tipp: Bei den oben genannten Schäden können gehen leider oft auch viele wertvolle Gegenstände zu Bruch. Hier erfährst du alles zu unserer Gegenstandsversicherung und wie du dich optimal absichern kannst.

Zusatzleistungen

Ähnlich wie bei der erweiterten Hausratversicherung kannst du auch deine Gebäudeversicherung aufstocken. Dann ist deine kostbare Immobilie außer gegen die oben genannten Elementarschäden auch gegen folgende Schäden versichert:

  • Überschwemmunge. Besonders für Besitzer und Besitzerinnen von Eigentum in Flussnähe ist diese Leistung empfehlenswert.
  • Rückstau, wenn eine Überschwemmung oder Regen dazu führt, dass Wasser durch die Ableitungsrohre deines Hauses nach oben gedrückt wird. Dann kann das Wasser ins Gebäude fließen und erheblichen Schaden anrichten. Hier musst du übrigens aufpassen, dass deine Immobilie über eine sogenannte Rückstausicherung verfügt. Sonst kann es sein, dass die Versicherung im Schadensfall die Zahlung verweigert. Einige Gemeinden verbieten jedoch die Rückstauversicherung, deswegen solltest du dich im Vorfeld gut informieren, was bei dir gilt und was nicht.
  • Erdbeben können ein Haus in Sekundenschnelle komplett zerstören und nichts als einen Trümmerhaufen zurücklassen.
  • Erdsenkungen oder Erdfälle, bei denen natürlich entstandene Hohlräume unter dem Haus plötzlich in sich zusammenfallen. Handelt es sich jedoch um Erdeinbrüche, die durch Menschen verursacht wurden, etwa als Folge früherer Bergbauarbeiten, ist das keine Erdsenkung. Das heißt, dass die Versicherung dann auch keinen Elementarschaden anerkennt.
  • Erdrutsche, die sich beispielsweise durch Starkregen plötzlich von einem Hang lösen können. Steine, Geröll und Schlamm können im schlimmsten Fall sogar ganze Ortschaften unter sich begraben.
  • Schneedruck, der gar nicht selten entsteht – und nicht nur im Gebirge. Vor allem alter, nasser und pappiger Schnee hat ein enormes Gewicht, das Dachstühle wie Kartenhäuser zerquetschen kann.
  • Lawinen, die dein Haus unter sich begraben oder Teile davon abreißen können.
  • Vulkanausbrüche, die hierzulande zwar nicht besonders wahrscheinlich sind, aber dennoch möglich. Gerade in Gebieten wie beispielsweise der Eifel.

Die Erweiterung der Wohngebäudeversicherung treibt natürlich deinen Beitrag nach oben. Oft ist es bei solchen Schäden zudem so, dass du eine Selbstbeteiligung von meist einigen Hundert Euro zahlen musst.

Die Gebäudeversicherung Kosten sind von zahlreichen Faktoren abhängig. In der Regel musst du mit einem jährlichen Beitrag ab ungefähr 140 Euro rechnen. Das allerdings nur für den ganz einfachen Basisschutz. Willst du deine Immobilie gegen mehr Schäden versichern, kann eine umfassende Police auch schnell 800 Euro oder mehr kosten.Doch wie gesagt: Was du letztendlich für deine Gebäudeversicherung bezahlen musst, hängt von vielen Faktoren ab.

Dazu gehören:

  • das Baujahr
  • die Lage
  • die Größe
  • der Wert der Immobilie bzw. die Versicherungssumme, die identisch sein sollten
  • eventuelle Nebengebäude
  • zusätzliche Deckung von Elementarschäden
  • die Bauartklasse

Letztendlich variieren die Gebäudeversicherung Kosten auch je nach Anbieter. Das liegt unter anderem daran, dass die Versicherer unterschiedliche Statistiken zur Risikoeinschätzung nutzen.

Ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich daher unbedingt!

Bei der Versicherungssumme solltest du darauf achten, dass sie mindestens den Neubauwert deiner Immobilie abdeckt. Eine Unterversicherung kann im Schadensfall zu hohen Kosten führen, während eine Überversicherung nicht notwendig ist.

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Bildnachweis: Header AdobeStock_589245493, Maree; Bild 1 ©AdobeStock_594702542, Adin; Bild 2 ©AdobeStock_600307797, Emanuel Corso

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