Risikobewertung

Von Erik Lehnert 20 Oktober, 2023
3 Minuten
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Die Risikobewertung ist in der Versicherungsbranche nicht nur wichtig, sondern unverzichtbar. Es handelt sich dabei um einen umfassenden Prozess. Verschiedene Faktoren werden in diesem Prozess analysiert. Ziel ist es, das Risiko einer Personengruppe, eines Gegenstandes oder einer Tätigkeit einzuschätzen. Diese Einschätzung hat entscheidende Bedeutung. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Berechnung der Versicherungsprämien. Sie beeinflussen auch die Gestaltung der Vertragsbedingungen. Ohne eine genaue Risikobewertung wäre es schwierig für Versicherungsunternehmen, angemessene und faire Prämien festlegen.

Die Rolle des Underwriters

Der Underwriter ist sozusagen der „Dirigent“ des Risikobewertungsprozesses. Er analysiert alle relevanten Informationen und trägt die Verantwortung für die Risikoidentifikation und -bewertung. Dabei muss der Underwriter sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als auch die potenziellen Schadenskosten berücksichtigen. Nach dieser Analyse entscheidet der Underwriter, ob er eine Versicherungspolice und unter welchen Bedingungen ausstellen kann. Seine Einschätzungen bilden somit das Rückgrat der Versicherungspolice und wirken sich direkt auf die Unternehmensziele aus.

Schritte der Risikobewertung

  • Risikoidentifikation: Der erste Schritt ist die Identifikation der potenziellen Risiken. Hierbei werden die potenziellen Risiken identifiziert und die zu versichernden Aspekte untersucht. Gleichzeitig werden mögliche Gefahrenquellen berücksichtigt. Dies beinhaltet zum Beispiel Naturkatastrophen. Auch menschengemachte Risiken wie Autounfälle oder Diebstahl werden betrachtet.
  • Datensammlung: Der nächste Schritt sammelt alle erforderlichen Daten. Je mehr Informationen vorhanden sind, desto genauer ist die Risikobewertung. Dabei ziehen Experten beispielsweise statistische Daten, Expertenmeinungen und historische Trends zurate.
  • Qualitative Bewertung: Basierend auf den gesammelten Informationen erfolgt eine qualitative Bewertung. Methoden wie die SWOT-Analyse helfen, Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken zu identifizieren.
  • Quantitative Analyse: Der letzte Schritt der Risikobewertung besteht darin, konkrete Zahlen und Wahrscheinlichkeiten festzulegen. Hier spielen Versicherungsmathematiker eine wichtige Rolle. Sie nutzen spezialisierte Modelle und Instrumente für ihre Arbeit. Ein solches Werkzeug ist die Risikoanalyse Matrix. Mit ihrer Hilfe berechnen sie die potentiellen Kosten und die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken.

Risikobewertung und Proaktiv handeln

Ein guter Risikomanager handelt proaktiv. Er erkennt Risiken frühzeitig und leitet Maßnahmen zur Risikobewältigung ein. So schützt er die Unternehmensziele und minimiert das Gesamtrisiko. Der Fokus liegt darauf, potenzielle Risiken im Vorfeld zu erkennen. Diese werden abgefedert. Dadurch mindern sich die Gefahren für die Unternehmensziele, sowie das Gesamtrisiko.

Eine genaue Risikobewertung hat mehrere Vorteile. Sie sorgt nicht nur für stabile und gerechtfertigte Versicherungsprämien, sondern hilft den Versicherungsunternehmen, profitabel zu bleiben. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Risikomanagements und trägt dazu bei, dass Versicherungsunternehmen ihre Unternehmensziele erreichen. Die systematische Bewertung und Steuerung von Risiken sind wichtig, um sowohl den Versicherten als auch den Versicherer zu schützen.

Bildnachweise: Headerbild ©AdobeStock_625227754_prostock-studio

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