Segelbootversicherung

By Julia Schäfer April 3, 2023
4 minutes

Du hast ein kleines Segelboot oder bist ein Motoryacht-Kapitän? Dann macht es absolut Sinn, dein Boot versichern zu lassen. Dadurch bist du bei Schäden abgesichert, die du mit deinem Segler oder der Yacht an Dritten verursachst. Bei der Boots- oder Segelbootversicherung gibt es verschiedene Arten. Welche das sind, erfährst du hier.

Wann ist eine Segelbootversicherung sinnvoll?

Erstaunlich, aber wahr: Es gibt keine offizielle Versicherungspflicht für ein Wasserfahrzeug!

Paragraf 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) sagt allerdings, dass du als Bootsführer oder Bootsführerin ohne Versicherungsschutz für jeden Schaden aufkommen musst, den du mit deinem Boot verursachst – egal, in welcher Höhe.

Die private Haftpflichtversicherungen reicht meist nicht aus, um finanzielle Schäden vollständig abzuwenden. Denn in der Regel sind damit nur Schäden abgedeckt, die mit muskelbetriebenen Booten wie einem Kanu, Kajak, oder Tretboot entstehen.

Einige beliebte Urlaubsländer bestehen sogar darauf, dass du eine zusätzliche Kaskoversicherung abschließt, wenn du beispielsweise ein Segelboot mieten möchtest.

Darum ist eine Segelbootversicherung unbedingt empfehlenswert. Denn auch wenn du noch so vorsichtig bist, kann es immer zu Schäden kommen.

Es gibt verschiedene Arten von Segelbootversicherungen, die sich in ihrem Umfang und Preis unterscheiden.

  • Eine Bootshaftpflichtversicherung ist dabei die wichtigste Absicherung. Sie deckt Schäden ab, die du mit deinem Boot am fremden Eigentum verursachst und für die du haftbar bist. Das ist also das gleiche Prinzip wie bei der Kfz-Haftpflichtversicherung.
  • Eine Kaskoversicherung kannst du – ganz ähnlich wie beim Auto die Kfz-Teilkaskoversicherung oder die Kfz-Vollkaskoversicherung – auch für dein Boot abschließen.
  • Es gibt auch spezialisierte Segelbootversicherungsoptionen wie Yacht-Club- und Regatta-Versicherungsprogramme, die speziell für Wettkampfsportler entwickelt wurden. Diese Programme decken Schäden an dem Boot oder dem Eigentum des Eigners ab, die im Zusammenhang mit Bootsrennen entstehen können.
  • Auch eine spezielle Skipper-Haftpflichtversicherung kann Sinn machen, wenn du regelmäßig ein Boot leihst oder mietest. Durch die Versicherung bist du gegen viele Schadensansprüche Dritter abgesichert.

 

Für welche Boote gilt die Versicherung?

Eine Bootsversicherung bietet dir umfangreichen Schutz als Besitzer beziehungsweise Mieter von Segel- oder Motorbooten.

Grundsätzlich gilt die Versicherung für Boote, die nicht selbst angetrieben werden können. Ruder- und Paddelboote gehören also nicht dazu. Für diese Art von Wasserfahrzeugen musst du also eine separate Versicherung abschließen.

Die Deckungssummen können von Versicherer zu Versicherer stark variieren. Der Betrag hängt auch davon ab, in welchen Gewässern du dein Boot fährst.

Tipp: Die private Haftpflichtversicherung deckt oft auch schwach motorisierte Boote mit ab.

Im Schadensfall: Das solltest du jetzt tun

Erste Hilfe:

  • Unternimm zunächst alles nötige, um den Schaden zu reduzieren.
  • Dokumentiere den Schaden mit Fotos oder Videos. Das kann hilfreich sein, wenn die Abwendung zusätzlicher Schäden dazu führt, dass der ursprüngliche Schaden später nur noch schwer nachvollziehbar ist.
  • Informiere die Versicherung über den entstandenen Schaden – vor allem, wenn Personen betroffen sind.
  • Bist du von Straftaten wie Diebstahl oder Vandalismus betroffen, musst du die zuständige Polizeibehörde informieren. Das polizeiliche Protokoll legst du dann deinem Versicherungsunternehmen vor.

 

Weitere Themen rund um den besten Versicherungsschutz:

  • Handy verloren oder geklaut
  • Reparaturkostenversicherung
  • Kameraversicherung
  • Unterschied Hausrat und Gegenstandsversicherung

 

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