Scheinwerfer-Reparatur: Kosten und mehr  

Von Linda 16 Juni, 2023
4 minutes
scheinwerfer reparatur

Die mit Abstand wichtigsten Funktionen an deinem Auto sind die Bremsen und die Scheinwerfer. Fällt das eine oder andere aus, musst du sofort anhalten. Doch gerade bei der Beleuchtung ist nicht immer ein Werkstattbesuch notwendig. Was du zum Thema Scheinwerfer wissen musst und wie du die Scheinwerfer-Reparatur auch selbst hinbekommen kannst, erfährst du hier.

Wie funktioniert ein Scheinwerfer?

Im Inneren des Scheinwerfers reguliert eine Elektronik die Spannung und sorgt dafür, dass das Licht optimal leuchtet. Das ist wichtig zu wissen, da zum Beispiel bei Xenon-Scheinwerfern eine Hochspannung benötigt wird. Die normale Batteriespannung reicht dafür nicht aus.

Das Leuchtmittel ist in einen Reflektor eingebettet. Das Gehäuse aus klarem Kunststoff schützt die Elektronik und streut das Licht.

Ein Frontscheinwerfer verfügt mindestens über Abblendlicht, Fernlicht und Standlicht. Je nach Ausführung können auch weitere Lichter wie Kurvenlicht und adaptives Fernlicht vorhanden sein.

Neben dem Frontscheinwerfer verfügt dein Auto auch über Nebelscheinwerfer, die bei schlechten Sichtverhältnissen eine wichtige Rolle spielen und über Rückfahrscheinwerfer, die beim Zurücksetzen des Fahrzeugs zum Einsatz kommen.

Im Scheinwerfer befinden sich eine oder mehrere Lichtquellen, die man als Glühbirnen bezeichnet. Sie können in den drei Varianten Halogen, Xenon oder LED ausgeführt sein.

Die Unterschiede sind: 

  • Halogenscheinwerfer sind günstig sowohl in der Herstellung als auch für dich als Verbraucher. Ihr Nachteil ist aber die kurze Lebensdauer sowie der vergleichsweise schlechte Wirkungsgrad.
  • Xenonscheinwerfer strahlen heller und haben einen deutlich besseren Wirkungsgrad. Allerdings benötigen sie eine ziemlich komplexe Technik und die Leuchtmittel sind relativ teuer.
  • LED-Scheinwerfer haben nicht nur eine extrem lange Lebensdauer, sondern überzeugen auch durch ihren geringen Stromverbrauch. Preislich liegen sie zwischen Halogen und Xenon.

Welche Art Scheinwerfer du benutzt, hängt auch mit deinem eigenen Geschmack zusammen. Von der Bauform her gibt es keine Unterschiede. Willst du aber bei einer Scheinwerfer-Reparatur beispielsweise einen LED-Scheinwerfer nachrüsten, musst du aufpassen. Denn auch wenn es technisch meist problemlos machbar ist, so ist es doch nicht immer erlaubt.

scheinwerfer

Scheinwerfer Reparatur: Was du tun kannst bei einem Defekt

  • Meist ist ein defektes Leuchtmittel schuld daran, dass es an deinem Auto dunkel bleibt. Moderne Autos melden das auch über eine Kontrollleuchte in deinem Cockpit. In diesem Fall musst du einfach nur das Leuchtmittel austauschen.
  • Sammelt sich Feuchtigkeit im Scheinwerfer, kann das an verstopften Belüftungsöffnungen liegen. Auch eine undichte Stelle im Glas ist möglich.
  • Die Hitze von Halogenlampen trocknet die Nässe meist schnell. LED-Lampen und Xenonlichter schaffen das aber nicht. Sieh also zu, dass du die Belüftungsöffnungen säuberst. Dann öffnest du den Deckel am Scheinwerfer, über den du auch das Leuchtmittel wechseln kannst, und lässt das ganze System trocknen.
  • Sind die Scheinwerfer zerkratzt, wäscht du sie am besten mit Wasser und geeigneten Reinigungsmitteln gründlich ab. Die Kratzer sind dann zwar noch da, die Ausleuchtung aber ist sichtbar besser und gleichmäßiger.
  • Wenn dein Scheinwerfer gerissen oder sogar zersplittert ist, hilft nur noch eine komplette Scheinwerfer-Reparatur. Das heißt also ein kompletter Austausch ist nötig.

Doch nicht nur Scheinwerfer können Probleme bereiten; viele Autoteile sind anfällig für Defekte. Angesichts dieser Vielfalt an möglichen Schadensszenarien ist eine umfassende Reparaturkostenversicherung äußerst sinnvoll.

Diese Versicherung bietet nicht nur Schutz für den Austausch von Leuchtmitteln, sondern deckt auch eine breite Palette von Reparaturen an verschiedenen Fahrzeugteilen ab. Dadurch kannst du nicht nur die Fahrsicherheit gewährleisten, sondern auch finanzielle Sorgen im Falle von unerwarteten Reparaturkosten minimieren.

Kosten bei der Scheinwerfer Reparatur

Beim Preis für eine Scheinwerfer-Reparatur kommt es immer auf die Art des Schadens an. Ein entsprechendes Leuchtmittel kostet je nach Typ zwischen 5 Euro und 100 Euro.

Für den Austausch bestimmter Einzelkomponenten wie etwa den Stellmotor des Kurvenlichts musst du mit Kosten von 20 Euro bis hin zu mehreren 100 Euro rechnen.

Bei der Scheinwerfer-Reparatur in der Werkstatt kommen dann noch die Arbeitskosten hinzu. Da kann die Reparatur eines Scheinwerfer-Paares leicht zwischen 600 Euro und 2.500 Euro kosten.

Werkstatt oder selbst wechseln: Unser Tipp!

Normalerweise lässt sich das Leuchtmittel bei den meisten Automodellen relativ einfach austauschen.

Beim Wechsel solltest du aber unbedingt saubere Handschuhe tragen. Denn berührst du die Glühbirnen mit den bloßen Fingern, hinterlässt du Schmutz, Öl oder einen Fettfilm. Das wirkt sich negativ auf die Wärmeverteilung des Leuchtmittels aus und beeinflusst die Streuung des Lichts.

Wenn du schon eine der Glühbirnen austauschst, solltest du gleich auf beiden Seiten der Scheinwerfer für „frisches“ Licht sorgen.

Für den Wechsel von LED-Scheinwerfern oder auch Xenon-Licht, kann sich eine Werkstatt als die bessere Wahl herausstellen. Denn hier ist auch aufgrund der hohen Spannung schon etwas Fachwissen angebracht. Die Experten und Expertinnen dort können dir dann auch gleich die Scheinwerfer richtig einstellen.

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