Minicamper: Die minimalistische Wohnmobil-Alternative

Von Julia Schäfer 5 Juli, 2023
4 minutes

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche eben mal schnell dem Alltag entfliehen? Oder mit wenig Aufwand fremde Regionen erkunden? Mit einem Wohnmobil hast du die Freiheit, einfach ins Auto zu steigen und loszufahren. Ohne stressiges Vorausplanen, denn die Suche nach geeigneten Unterkünften entfällt. Und ob du in ein Restaurant gehst oder dein Essen selbst zubereitest, kannst du spontan entscheiden. Die Welt des unabhängigen Reisens mit einem mobilen Zuhause steht auch denjenigen mit wenig Stellplatz und kleinem Budget offen. Längst bieten die Hersteller von Camping-Fahrzeugen auch sogenannte Minicamper an. Und die sind als minimalistische Wohnmobil-Alternative einfach genial. Wenn du dann noch die richtige Wohnmobilversicherung abschließt, kann es losgehen. Feel free!

Das sind die Anbieter und Modelle

Durchdachtes Design auf kleinstem Raum – das ist es, was einen Minicamper ausmacht. Es kommt darauf an, dass Kochgelegenheit, Sitzplätze, Liegeflächen und Stauraum so untergebracht sind, dass du dich wohlfühlst. Jeder von uns hat andere Bedürfnisse und dem tragen die Anbieter mit ihren unterschiedlichen Modellen Rechnung. Ob Hochdachkombis, Kleinbusse oder Geländewagen: Zahlreiche Modelle findest du in unterschiedlichen Variationen. Die vielseitigen Ausbaustufen bieten verschiedene Vorteile.

Hochdachkombis

Das Schöne an den Hochdachkombis sind die kompakten Außenmaße und die Kopffreiheit nach oben. Das ermöglicht stressfreies Rangieren und auch größere Menschen können immer noch bequem darin sitzen. Die Kombifahrzeuge, die sonst vor allem als Familienautos fungieren, sind im Heckbereich mit entsprechenden Modulen ausbaubar. Gängige Basismodelle sind beispielsweise VW Caddy, Opel Combo, Ford Tourneo oder Citroën Berlingo. Zum Teil gibt es die Kombis sogar mit einem Aufstelldach.

Kleinbusse

Auch Kleinbusse können variabel als Alltagsfahrzeug oder Minicamper genutzt werden. Sie bieten etwas mehr Ausbaumöglichkeiten als Hochdachkombis, sind aber trotzdem noch gut auf der Straße zu händeln. Das größere Volumen ermöglicht mehr Sitzplätze, sodass auch eine Kleinfamilie Platz findet. Fertig ausgebaute Modelle sind zum Beispiel Adria Active (Basisfahrzeug Renault Trafic) oder Dreamer Cap Coast (Basisfahrzeug Ford Transit Custom).

Geländewagen

Für diejenigen, die gerne jenseits ausgebauter Straßen unterwegs sind, kommt eventuell ein Basisfahrzeug mit Allradantrieb in Frage. Ob klassischer Geländewagen mit Dachzelt, Kastenwagen oder erweiterter Pick-up – auch in diesem Segment gibt es kleine, aber feine Modelle. Offroad-tauglich sind beispielsweise der VW Amarok Vario Top (Pick-up) oder der Sportsmobile Mercedes Sprinter (Kastenwagen). Auch wenn Vierradantrieb im Alltag meist nicht notwendig ist, kannst du diese Fahrzeuge für den Arbeitsweg oder zum Einkaufen nutzen.

Bei allen Basisfahrzeugen gibt es fertig ausgebaute Modelle oder Alltagsfahrzeuge, die du mit passenden Modulen selbst erweitern und somit variabel nutzen kannst. Und übrigens: Natürlich musst du nicht unbedingt einen brandneuen Minicamper kaufen: gib „Minicamper gebraucht“ in die Google-Suchleiste ein, und schon hast du jede Menge Treffer für verschiedene Verkaufsplattformen.

Diese Ausbaumöglichkeiten hast du

Wenn du gerne selbst Hand anlegst, kannst du deinen Minicamper natürlich ganz nach deinem Gusto ausbauen. Wer diese Möglichkeit nicht hat – Anbieter für passende Campingeinbauten gibt es mittlerweile zu genüge. Zu den einfachsten Systemen gehören sogenannte Campingboxen, welche die benötigten Elemente für das Minicamping beinhalten und sich schnell ein- beziehungsweise ausbauen lassen. Indem du dein Fahrzeugmodell in die Auswahlmaske eingibst, erhältst du exakt passende Produkte. Es gibt jedoch auch gezielt für das jeweilige Basismodell gefertigte Ausbaumodule, die einzeln oder als Komplettausbau-Paket erhältlich sind.

Minicamper: Das sind die Vor- und Nachteile

Die variable Nutzung als Alltagsfahrzeug bzw. Wohnmobil sowie das kompakte Design bieten dir größtmögliche Freiheit. Minicamper finden in der Regel auch in einer Garage Platz, benötigen keine große Stellfläche und sind wendig im Straßenverkehr. Dazu kommen die im Vergleich zu großen Wohnmobilen geringen Anschaffungs- und Spritkosten. Sie sind ideal für Minimalisten, Kleinfamilien und Abenteurer. Wer mehr Komfort benötigt, wird jedoch vielleicht Probleme bekommen. Denn der Nachteil ist, dass der Raum und damit auch die Bewegungsfreiheit im Inneren begrenzt sind. Im Tagesverlauf muss eventuell mehrfach umgebaut werden, um die Minicamping-Elemente für Schlafen, Kochen und Sitzen nutzen zu können. Für die Notdurft könnte allenfalls eine kleine portable Campingtoilette integriert werden; Platz für eine Nasszelle gibt es aber definitiv nicht. Doch für viele ist genau das der Reiz an der Sache.

Bereit für dein nächstes Reiseabenteuer? Dann denke auch an die richtige Versicherung rund um Camping und Co. Mehr dazu erfährst du hier:

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headerbild: ©AdobeStock_394780941;Mirko Vitali
Image1 : ©alajean

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