Reifenbezeichnung: Übliche Reifenbeschriftung einfach erklärt

Von Manu 25 August, 2023
4 minutes
Reifenbezeichnung

Wenn du auf der Suche nach neuen Reifen für dein Auto bist, solltest du dich mit den üblichen Reifenbeschriftungen auskennen. Das Prüfen des Reifendrucks ist nämlich nur eines von vielen weiteren Details, auf die du achten solltest. Worauf du schauen musst, erklären wir in folgendem Beitrag:

Erklärung der Reifenkennzeichnungen: Bedeutung der Zahlen und Buchstaben

Die Reifenbezeichnung auf deinem Autoreifen beinhaltet zahlreiche Informationen, bestehend aus Symbolen und diversen Begriffen. Für dich als Autofahrer:in sind diese Reifenbezeichnungen sehr wichtig. In deinen Fahrzeugpapieren kannst du nachlesen, was sie bedeuten. Näheres dazu kannst du zum Beispiel in unseren Artikeln zu Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) und Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil 2) nachlesen.

Du siehst also, dass du dich mit mehreren Sachen auseinandersetzen musst, die außer der Profiltiefe der Reifen noch in deinem Fahrzeugschein stehen. Deine CoC-Papiere zeigen dir beispielsweise weitere mögliche Reifengrößen unter den Abschnitten „32. Bereifung der Räder“ und/oder „50. Bemerkungen“. Wirf als Erstes einen kurzen Blick auf deine Reifenflanke, um die Symbole, Zahlen und Buchstaben zu entdecken.

Reifengrößenbezeichnungen:

Um die richtige Reifengröße anhand der Reifenbezeichnungen zu ermitteln, benötigst du folgende Informationen:

  • Reifenbreite
  • Profilquerschnitt
  • Durchmesser der Felgen

Die Auswahl der richtigen Reifen kann einen erheblichen Einfluss auf die Sicherheit deines Fahrzeugs haben. Unsere Autoversicherung deckt nicht nur Unfallkosten ab, sondern berücksichtigt auch Schäden, die durch Reifenprobleme entstehen können. Mit uns an deiner Seite bist du auf deinen Fahrten stets optimal abgesichert.

Angaben zur Betriebskennung:

Die Betriebskennung deiner Reifen setzt sich aus folgenden zwei Werten zusammen:

  • Geschwindigkeitsindex
  • Tragfähigkeitsindex

Die Reifenbezeichnungen findest du immer als Kürzel. Folgende Reifenbezeichnungen Tabelle kann für dich hilfreich sein:

Reifenbezeichnung XL „Extra Load“
Reifenbezeichnung ZR Geschwindigkeitsindex über 240 km/h
Reifenbezeichnung H Geschwindigkeitsindex 210 km/h
Reifenbezeichnung TL Tubeless, schlauchlos
Reifenbezeichnung V Geschwindigkeitsindex 240 km/h
Reifenbezeichnung W Geschwindigkeitsindex 270 km/h
Reifenbezeichnung C C steht für „Commercial“ oder „Cargo“, also ein Reifen für besondere Lasten
Reifenbezeichnung MS Mud and Snow (Matsch und Schnee)
Reifenbezeichnung H und T kennzeichnet die zugelassene Höchstgeschwindigkeit
Reifenbezeichnung RF Reinforced (verstärkt)

 

Reifenbezeichnung

Produktionsdatum, DOT-Nummer Reifen und E-Prüfzeichen

Denke daran: neue Reifen sind häufig länger eingelagert, bis sie tatsächlich verkauft werden. Deshalb spielt das Produktionsdatum für dich beim Kauf der neuen Reifen als Reifenkennzeichnung eine sehr wichtige Rolle.

Die vierstellige Zahlengruppe auf der Reifenseitenwand ist eine DOT Nummer mit Buchstaben. Diese Zahlen geben dir die genaue Information über das Alter der Reifen. Du kannst daran die Kalenderwoche und das Jahr der Herstellung ablesen.

Halte bei deiner Inspektion Ausschau nach dem E-Kennzeichen. Anhand dieses Prüfzeichens kannst du erkennen, dass dein Fahrzeug die Vorschriften der Europäischen Union erfüllt. Es ist die Kennzeichnung der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa.

TWI: Der Verschleißanzeiger

Anhand dieser Reifenbeschriftung erkennst du als Fahrzeughalter:in den Verschleiß deines Reifens. Liegt die Tiefe deines Profils am Reifen unter 1,6 Millimeter, darfst du mit diesem Reifen nicht mehr fahren. Dann ist es Zeit für einen Reifenwechsel. Den TWI Verschleißanzeiger gibt es übrigens auch bei Motorrädern und LKWs.

Weitere Reifenbeschriftungen: Besondere Arten von Autoreifen

Behalte auch besondere Eigenschaften im Überblick, damit du genau die richtigen Reifen für dein Kraftfahrzeug besorgst. Es gibt typische Abkürzungen für runderneuerte Reifen, wie zum Beispiel „R“, welche du unbedingt kennen solltest. Achte auch auf das Datum der Runderneuerung. Handelt es sich zum Beispiel um Noträder, befindet sich im Bereich der Reifenbezeichnung der Buchstabe „T“ für „temporary use only“. Run-Flat-Reifen bieten dir Sicherheit bei einer Reifenpanne. Diese besonderen Reifen sind so gefertigt, dass die Reifenwulst auch bei eventuellen Druckverlust trotzdem noch an der Felge bleibt. Schlauchlose Reifen werden häufig auch als „Tubeless“ bezeichnet. Dieser Typ ist normalerweise in einem Pkw-Reifen verbaut. Mittlerweile ist das Einziehen eines Schlauches nämlich nicht mehr zulässig.

Matsch und Schnee: Winterreifen erkennen anhand der Reifenbezeichnung

Für dich ist folgende Frage wichtig: Wie erkennt man einen Winterreifen? Achte vor allem auf das sogenannte Alpine- Symbol, wenn du dich auf die Suche nach neuen Winterreifen machst. Damit ist das dreigezackte Bergpiktogramm mit der Schneeflocke gemeint. Neu produzierte Winterreifen müssen dieses Symbol seit dem 1. Januar 2018 aufweisen.

Achte auch darauf, deine Sommerreifen zum richtigen Zeitpunkt zu tauschen – es besteht eine Winterreifenpflicht. Je nach Situation kann das eine Partnerwerkstatt oder eine freie Werkstatt für dich erledigen. Wie du deine alten Reifen sachgemäß los wirst, kannst du in unserem Beitrag „Reifen richtig entsorgen“ nachlesen. Ebenfalls wichtig könnten für dich Informationen zum Thema Allwetterreifen für das Elektroauto sein, falls du Allwetterreifen für dein Fahrzeug benötigst.

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