Auto abmelden ohne Stress – So geht’s

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Auto abmelden

Du hast dir ein neues Auto zugelegt oder möchtest in Zukunft ganz auf dein Kfz verzichten? Dann gilt es im nächsten Schritt, das alte Fahrzeug bei der zuständigen Stelle abzumelden.

Doch wo kann ich mein Auto überall abmelden? Was benötige ich alles zum Abmelden eines Autos? Und welche Kosten kommen auf mich zu? In diesem Artikel erfährst du, worauf du bei der Abmeldung deines Kfz achten musst.

Auto abmelden: Was brauche ich?

Damit bei der Abmeldung deines Autos alles reibungslos verläuft, solltest du die wichtigsten Dokumente zur Hand haben. Ohne sie wird die Zulassungsstelle dich nachhause schicken und du musst an einem anderen Tag wiederkommen. Um das Auto erfolgreich abzumelden, benötigst du folgende Unterlagen:

Wichtig: Ohne Kennzeichen, Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein kannst du in der Regel kein Auto abmelden.

Falls du lediglich dein Fahrzeug abmelden möchtest, dann reichen die oben genannten Unterlagen dazu aus. Allerdings möchten viele Autofahrer und Autofahrerinnen ihr altes Auto abmelden und gleichzeitig ein neues anmelden. Falls das auch auf dich zutrifft, solltest du zusätzlich die folgenden Dokumente dabeihaben:

Du möchtest gerne Zeit einsparen? Dann ist es eine hervorragende Alternative, das Auto online abzumelden. Hierfür benötigst du keinen Termin und kannst die notwendigen Daten bequem von zu Hause aus eingeben.

Wo kann ich mein Auto abmelden?

Hierbei hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Du kannst zum Abmelden des Auto einen Termin bei deiner Kfz-Zulassungsbehörde vereinbaren oder das Ganze online erledigen. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn du lange Wartezeiten beim Abmelden des Autos umgehen möchtest oder sonst eine weite Strecke fahren müsstest. Die Voraussetzung für den Online-Prozess ist jedoch, dass du dein Fahrzeug erst 2015 oder später zugelassen hast. Andernfalls ist der Gang zur Behörde unausweichlich. In jedem Fall benötigst du jedoch die notwendigen Unterlagen, um die Abmeldung vornehmen zu lassen.

Ist der Fahrzeugbrief abhandengekommen, beispielsweise weil das Auto mitsamt Zulassungsbescheinigung gestohlen wurde, übernimmt die Polizei die Aufgabe. In einer solchen Situation kannst du das Auto in Kombination mit einer Anzeige abmelden.

Übrigens: Du hast einen Leasingvertrag abgeschlossen? In diesem Fall musst du dich zum Abmelden des Autos nicht an die Kfz-Zulassungsstelle wenden. Während des Leasingvertrags kannst du direkt die Bank kontaktieren, die für dein Leasing zuständig ist. Sie meldet das Fahrzeug ab, sodass du beispielsweise Versicherungskosten einsparen kannst.

Wann musst Du Dein Auto abmelden?

Es gibt immer wieder Gründe, die es notwendig machen, ein Auto abmelden zu lassen:

  • Wenn du dein Auto privat verkaufen möchtest.
  • Falls dein Fahrzeug nach einem Totalschaden verschrottet wird.
  • Im Falle eines Autodiebstahls
  • Für den Fall, dass der ursprüngliche Fahrzeughalter/ die ursprüngliche Fahrzeughalterin stirbt. In solchen Situationen müssen meist die Erben das Fahrzeug abmelden.

Du solltest darauf achten, dass du unter gegebenen Umständen eine Vollmacht benötigst, ehe du das Auto abmelden kannst.

Gut zu wissen: Du willst dein Auto entsorgen und fragst dich, ob du ein Auto erst verschrotten und dann abmelden kannst? Für die Abmeldung des Fahrzeugs brauchst du in der Regel den Verwertungsnachweis des Entsorgungsbetriebs. Um dein Auto ordnungsgemäß abmelden zu können, solltest du es also zuerst auf den „Schrottplatz“ bringen.

Auto abmelden: Was ist zu beachten?

Geht es darum, dein Auto abmelden zu lassen, hast du grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise kannst du das auch online erledigen. Auf die folgenden Punkte solltest du jedoch unbedingt achten.

Auto online abmelden: Wie funktioniert das?

Wenn du dein Auto online abmeldest, vergeht weniger Zeit als auf der Kfz-Zulassungsstelle. Das bedeutet, du kannst ganz bequem von zu Hause aus handeln. Warteschlangen und Wartezeit entfallen. Trotzdem brauchst du dieselben Unterlagen, die du auch vor Ort benötigen würdest.

  • Einen neuen Personalausweis beziehungsweise einen elektronischen Aufenthaltstitel.
  • Du benötigst die AusweisApp 2.0 und ein Ausweislesegerät.
  • Zusätzlich musst du dein Autokennzeichen kennen.
  • Den Sicherheitscode aus der Zulassungsbescheinigung Teil 1 und den Sicherheitscode, den du auf deiner Stempelplakette findest.

Das größte Hindernis ist in der Regel das Ausweislesegerät. Dieses Gerät benötigst du, um deine Identität zweifelsfrei nachweisen zu können. Falls du keines hast, kannst du vielleicht einen Bekannten oder eine Bekannte danach fragen. Hast du die Unterlagen beisammen, gehst du folgendermaßen vor:

  1. Schreibe zunächst den Sicherheitscode aus der Zulassungsbescheinigung Teil 1 ab. Alternativ kannst du ihn auch einscannen.
  2. Mit dem Ausweislesegerät und deinem neuen Personalausweis weist du online deine Identität nach.
  3. Anschließend gibst du dein Autokennzeichen sowie den Sicherheitscode Dazu musst du ein bestimmtes Formular im Internetportal der Kfz-Zulassungsstelle verwenden.
  4. Die Gebühren kannst du per ePayment begleichen.
  5. Im letzten Schritt übermittelst du sämtliche Daten direkt per Klick an deine zuständige Zulassungsbehörde.

Danach ist der Vorgang abgeschlossen. Den Bescheid über deine Abmeldung erhältst du wenige Tage später per Post.

Nummernschild behalten

Möchtest du dein Wunschkennzeichen nach dem Abmelden des Autos behalten? Die meisten Fahrzeugeigentümer oder Fahrzeugeigentümerinnen hängen selbst nach dem Fahrzeugwechsel an ihrem persönlichen Kennzeichen. Falls das auch bei dir der Fall ist, kannst du es direkt mitnehmen. Das bedeutet, du kannst dein neues Auto unter dem gleichen Autokennzeichen fahren. Dafür fallen jedoch Kosten zwischen 10 und 15 Euro an.

Grundsätzlich hast du für diese Entscheidung 12 Monate Zeit: So lange kannst du es nach dem Abmelden reservieren lassen. Allerdings können durch die Reservierung weitere Kosten entstehen, die du ebenfalls tragen musst. Ohne diesen Service geht dein Kennzeichen zurück in den Pool freier Autokennzeichen. Wenn du Glück hast, kannst du es zu einem späteren Zeitpunkt erneut nutzen. Im schlimmsten Fall entscheidet sich jedoch eine andere Person für dein Wunschkennzeichen. Sollte das passieren, musst du dir beim Fahrzeugwechsel Gedanken über ein neues Kennzeichen machen.

Was kostet es, ein Auto abzumelden?

Genau wie bei der Anmeldung fallen auch dann Kosten an, wenn du dein Auto abmelden möchtest. Sie sind zwar nicht ganz so hoch, betragen aber dennoch zwischen sieben und zehn Euro. Dass du trotz des Verkaufs mit Ausgaben rechnen musst, liegt an den Bearbeitungsgebühren der Behörden. Da diese Gebühren nicht bundeseinheitlich geregelt sind, solltest du dich vorab über ihre Höhe informieren.

Auch bei der Online-Abmeldung fallen Kosten für die Bearbeitung deines Antrags an. Der Unterschied ist jedoch, dass du sie nicht bar bezahlen musst. Stattdessen wird der Bezahlvorgang über das sogenannte ePayment abgewickelt. Es ist jedoch genauso zuverlässig und sicher wie die Zahlung vor Ort mit EC-Karte. Wie auch bei der direkten behördlichen Abmeldung können die Gebühren für dein Vorhaben variieren – abhängig von dem zuständigen Zulassungsbezirk.

Auto vor Verkauf abmelden?

Du planst, dein Auto zu verkaufen? Dann solltest du es zunächst abmelden. Obwohl sich viele Käufer und Käuferinnen gegen diesen Vorgang sträuben, bist du auf diese Weise auf der sicheren Seite. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Willst du dein Auto verkaufen und nicht abmelden, haftest du weiterhin im Schadensfall. Schließlich ist das Kfz noch immer auf dich zugelassen – und du bist haftbar.

Im schlimmsten Fall verursacht der neue Besitzer oder die neue Besitzerin einen Unfall, im besten Fall profitierst du versicherungstechnisch von einem Einzelfahrer-Rabatt. Liegt dabei keine Dauerhaftigkeit vor, muss aber auch bei einem Einzelfahrer-Rabatt die Versicherung des alten Versicherungsnehmers oder der alten Versicherungsnehmerin zahlen und deren Schadenfreiheitsklasse in Form einer Stufung zum folgenden 01.01. beanspruchen. Dennoch können beide Szenarien schwerwiegende finanzielle Folgen für dich haben. Denn Vertragsstrafen, die in solchen Fällen auf dich zukommen, sind keine Kleinigkeit.

Damit der Käufer oder die Käuferin nach dem Kauf trotzdem sicher nach Hause fahren kann, besorgt er oder sie sich idealerweise ein Kurzzeitkennzeichen. Andernfalls ist es natürlich möglich, dass du dir eine Vollmacht ausstellen lässt. So kannst du direkt nach der Überführung zur Zulassungsstelle gehen.

Auto vorübergehend abmelden

Willst du ein Auto lediglich für eine gewisse Zeit stilllegen, musst du es dennoch bei der zuständigen Zulassungsstelle abmelden. Das Auto ist dann für einen Zeitraum von sieben Jahren „stillgelegt“. Für die Stilllegung musst du ebenfalls die Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2 sowie die Kfz-Kennzeichen vorlegen. Das Finanzamt wird im Anschluss daran automatisch informiert. Wenn du die Kfz-Steuer bereits bezahlt hast, bekommst du den Betrag in Kürze zurückerstattet.

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