Uhr von innen beschlagen: Feuchtigkeit ganz leicht entfernen

Von Julia Schäfer 26 Juni, 2023
4 minutes

In unserer schnelllebigen Zeit richtet sich fast alles nach der Uhrzeit. Daher ist eine Uhr ein wichtiges Instrument und für viele Menschen auch ein Statussymbol. Ein beschlagenes Uhrenglas ist aus diesem Grund ein echtes Ärgernis. Aber du kannst etwas dagegen tun. Hier findest du wichtige Tipps.

Uhr von innen beschlagen: Mögliche Ursachen

Wenn deine Uhr von innen beschlagen ist, ist das ein deutliches Zeichen für eingedrungenes Wasser. Es kann beispielsweise durch defekte Dichtungen oder einen Riss im Uhrenglas ins Innere gelangen.

Allerdings stimmt das nicht in jedem Fall. Es kann auch sein, dass der Nebel in der Uhr chemisch bedingt ist. Er kann aus Plastik-Dämpfen oder verdampftem Klebstoff bestehen. Darüber hinaus kann auch Parfum in die Uhr eindringen und das Glas beschlagen lassen.

Ob das Wasser in der Uhr für die Mechanik gefährlich ist, hängt auch davon ab, welche Art von Wasser eingedrungen ist. Salzwasser oder Chlorwasser können schneller zu einem Schadenfall führen als Trinkwasser. Bei Salz -und Chlorwasser kann das Uhrwerk schon nach einem Tag irreparabel sein. Ist dagegen Trinkwasser eingedrungen, kann ein Austauschen von Dichtungen und das Trocknen der Uhr reichen.

Kennst du schon unsere neue Gegenstandsversicherung? Damit kannst du persönliche Accessoires wie deine Uhr beispielsweise vor den Folgen von Kondensation schützen. Im Falle unvorhergesehener Umstände musst du dir keine Sorgen um die Finanzen machen – wir sichern dich ab.

Beschlagenes Uhrenglas: Das kannst du tun

Bei einem beschlagenen Uhrenglas gilt es, schnell zu handeln. Nimm die Uhr ab und stoppe sie. Stelle dafür die Krone in die Stellposition. Das ist der kleine Einstellknopf an der Seite der Uhr. Lager die Uhr danach unbedingt kühl. Hierfür eignet sich beispielsweise der Kühlschrank. Dadurch kondensiert das Wasser. Lege die Uhr auch unbedingt mit dem Uhrenglas nach unten. Das hält das Wasser vom Uhrenwerk fern.

Es ist wichtig, dass möglichst kein Wasser mit den Teilen des Werks in Berührung kommt. Das kann zu einem Kurzschluss führen. Über eine längere Zeit kann es zu einer Korrosion kommen. Der Rost zerstört die Metallteile. Dann musst du das Uhrwerk wahrscheinlich komplett austauschen lassen. Das kann dich viel Geld kosten und sogar einen Totalschaden darstellen. Wenn du eine Uhrenversicherung  hast, kann sie unter Umständen dafür aufkommen. Bei einer teuren elektronischen Uhr kann eventuell auch eine Elektrogeräteversicherung einspringen. Achte jedoch vor dem Abschließen der Versicherung darauf, dass in deinem Versicherungsschutz auch Wasserschäden abgedeckt sind.

In vielen Fällen reicht es aber, wenn der Gehäusedeckel bei der Reparatur geöffnet und die Uhr trocken gelegt wird. Das Uhrwerk sollte auch unbedingt auf Korrosion überprüft werden. Die Funktionstüchtigkeit muss getestet werden. Versuche nicht, deine Uhr mit Haushalts-Werkzeugen zu öffnen. Dadurch kann es zu erheblichen Beschädigungen kommen.

Genauso falsch ist es, wenn du deine Uhr auf eine Heizung legst. Das Wasser im Inneren kann nicht einfach austreten. Stattdessen verdunstet die Feuchtigkeit und kann sich leichter verteilen. Das führt zu Schäden am Uhrwerk, am Ziffernblatt, den Zeigern und dem Rest der Mechanik.

Die Hersteller übernehmen meist keine Garantie auf die Dichtheit der Uhren. Das würde sonst aufwändige Qualitätsprüfungen vor der Auslieferung benötigen. Darüber hinaus werden Dichtungen mit der Zeit porös. Diese sollten etwa alle zwei Jahre ausgetauscht werden.

Uhrenglas selbst austauschen: Geht das?

Wenn die Feuchtigkeit durch ein gebrochenes Glas eingedrungen ist, lässt du dieses im besten Fall austauschen. Am besten ist es natürlich, ein kaputtes Glas zu tauschen, bevor Wasser ins Innere gelangt. Bei einer mechanischen Uhr hältst du die Zeiger direkt an, wenn du einen Sprung im Glas entdeckst. Eventuelle Splitter können sonst weitere Schäden verursachen.

Deine Uhr bringst du anschließend zu einem Uhrmacher. Er oder sie kann das Glas ersetzen. Versuche dich aber möglichst nicht selbst an dem Austausch. Der Experte kann auch erkennen, wenn es schon zu weiteren Schäden gekommen ist. Der Uhrmacher kann auch dann helfen, wenn der Hersteller der Uhr kein Ersatzglas mehr anbietet. Es gibt Standardgläser, die auf die meisten Uhren passen. Diese kann der Uhrmacher passend bestellen. Versuchst du dich selbst am Austausch des Uhrenglases, kannst du durch ein falsches Werkzeug auch zusätzliche Schäden verursachen.

Wie teuer ein neues Uhrenglas ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Vor allem die Art des Glases und die Verankerung im Gehäuse sind maßgeblich. Plexiglas oder ein flaches Mineralglas verursachen geringe Kosten. Dagegen ist ein Saphirglas, ein gewölbtes oder ein beschichtetes Glas eher teuer. In so einem Fall kann eine Reparaturkostenversicherung eine gute Idee sein.

Wir haben noch weitere interessante Themen für dich:

  • Was ist eine Doppelversicherung?
  • Was ist der Unterschied zwischen Hausrat und Gegenstandsversicherung?
  • Was ist die Deckungssumme?

Bildnachweis:
headerbild: ©AdobeStock_20631138;Sinisa Botas

background image

Aktuelle Updates erhalten

    Table of contents

      Lesen Sie auch