Kaputtes Auto verkaufen: Darauf kommt es an

Von Julia Schäfer 17 Juli, 2023
4 minutes

Der Verkauf eines kaputten Autos kann eine heikle Angelegenheit sein. Potenzielle Käufer zögern oft, ein Fahrzeug mit offensichtlichen Schäden oder anderen Problemen zu kaufen. Dennoch gibt es eine wachsende Nachfrage nach defekten Fahrzeugen. Dies gilt einerseits für Liebhaber, die nach Restaurierungsprojekten suchen und für Händler, die Teile recyceln möchten. Wenn du dein kaputtes Auto verkaufen möchtest, solltest du einige Dinge beachten, um deine Interessen zu schützen und den besten Preis zu erzielen.

Wo ist der Schaden? – Verkaufswert maximieren

Damit der Kaufvertrag für das Auto später nicht angefochten werden kann, ist eine genaue Beschreibung der Schäden in der Fahrzeugbeschreibung unerlässlich. Auch vermeintlich kleine Mängel wie eine defekte Hupe müssen angegeben werden. Dies schreckt Kaufinteressenten in der Regel nicht ab. Auch größere Schäden wie ein defekter Ottomotor oder eine kaputte Lichtmaschine sind für manche Händler oder Bastler kein Hindernis, da sie geschickt zwei Fahrzeuge zu einem funktionierenden Auto kombinieren können.

Hier einige Tipps:

  • Aussagekräftige Fotos, insbesondere von Schäden, können den Verkaufsprozess beschleunigen. Ist zum Beispiel nur der Scheinwerfer defekt, kann man ihn vor dem Verkauf austauschen lassen, um den Wert des Fahrzeugs zu steigern.
  • Wenn du den Schaden genau beschreibst und gegebenenfalls bestimmte Teile reparieren oder austauschen lässt, kannst du den Verkaufswert deines Unfallwagens maximieren. Nimm dir also die Zeit, den Schaden zu identifizieren und alle relevanten Informationen anzugeben. Damit erhöhst du deine Chancen, potenzielle Käufer anzulocken und einen fairen Preis für dein defektes Fahrzeug zu erzielen.
  • Es gibt Situationen, in denen der Verkauf von Einzelteilen mehr Geld einbringen kann als der Verkauf des ganzen Autos, insbesondere wenn teure Ersatzteile benötigt werden. Dennoch ist es ratsam, zunächst zu versuchen, das gesamte defekte Fahrzeug zu verkaufen, bevor du einzelne Teile anbietest.

Es gibt Situationen, in denen der Verkauf von Einzelteilen mehr Geld einbringen kann als der Verkauf des ganzen Autos, insbesondere wenn teure Ersatzteile benötigt werden. Dennoch ist es ratsam, zunächst zu versuchen, das gesamte defekte Fahrzeug zu verkaufen, bevor du einzelne Teile anbietest.

Wenn du jedoch bedenkst, dass der Verkauf von Einzelteilen möglicherweise mehr Gewinn einbringen kann, insbesondere wenn teure Ersatzteile benötigt werden, könnte eine Reparaturkostenversicherung in Betracht gezogen werden. Diese Versicherung bietet Schutz für Reparaturen am Auto und ermöglicht es dir, den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen, indem du eventuelle Reparaturkosten abdeckst.

Wenn du noch keine Reparaturkostenversicherung hast, könnte es sinnvoll sein, darüber nachzudenken, eine abzuschließen, um die Werthaltigkeit deines Fahrzeugs zu maximieren.

Kaputtes Auto verkaufen – Wie und wo?

Für den Verkauf eines defekten Autos gibt es mehrere Optionen:

  1. Online-Verkauf: Zahlreiche Online-Anbieter kaufen kaputte Fahrzeuge. Manche holen sogar das Auto ab, was dir Zeit und Mühe spart. Besonders attraktiv kann eine Online-Auktion sein, da einzelne Ersatzteile möglicherweise mehr Geld einbringen. Bei Selbstabholung muss man sich zudem nicht um den Transport kümmern.
  2. Schrotthändler: Sie kaufen defekte Fahrzeuge, um funktionierende Teile einzeln zu verkaufen. Jedoch erhältst du hier oft weniger Geld als online. Bei einem Schrotthändler werden alle nicht-metallischen Teile ausgebaut und anschließend das Gestell gewogen. Du bekommst den aktuellen Schrottwert für dieses Gewicht dann ausgezahlt. Aber Achtung: Dabei wirst du meistens nicht so viel Geld wie bei einem Gesamtverkauf bekommen.
  3. Anzeigen: Regional oder online lassen sich potenzielle Käufer aus deiner Umgebung finden. Insbesondere Hobbybastler sind oft interessiert. Nutze aussagekräftige Fotos und eine genaue Defektbeschreibung, um dein Angebot attraktiv zu gestalten.

Wichtige Tipps zum Schluss

Verschaffe dir einen Überblick, um den Restwert deines Autos. Hierfür gibt es diverse Portale im Netz, die du dazu verwenden kannst, den Wertverlust des Autos zu berechnen. Alternativ kannst du auch ein Wertgutachten für deinen PKW erstellen lassen. Dieses dokumentiert den aktuellen Zustand und Wert des Autos. Es kann sowohl für dich als auch für potenzielle Käufer hilfreich sein, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Kosten für das Wertgutachten bewegen sich zwischen 80 und 150 Euro, sind also in einem annehmbaren Rahmen.

Tipp: Ein abgelaufener TÜV  führt in der Regel zu keiner Preisminderung, kann jedoch für einige Käufer ein Hindernis darstellen.

Hier sind einige Punkte, die du vor und während des Verkaufs deines kaputten Autos beachten solltest:

  • Kaufvertrag: Erstelle einen rechtssicheren Kaufvertrag. Achte darauf, dass alle relevanten Informationen korrekt sind, einschließlich der Details zu Schäden und Mängeln. Dazu gehören, welche Schäden das Fahrzeug aufweist, ob es noch fahrtüchtig ist und ob der Käufer oder die Käuferin davon wissen. Du solltest ebenfalls im Vertrag festhalten, ob eine Selbstabholung vereinbart wurde oder nicht. Grundsätzlich sollten deine Kontaktinformationen und die deines Gegenübers enthalten sein, sowie der Kaufpreis.
  • Letzter Ausweg – Entsorgung: Falls du trotz intensiver Bemühungen keinen Käufer findest, bleibt dir die Möglichkeit der Entsorgung über den Schrottwert. Oben haben wir zusammengefasst, wie genau die Entsorgung beim Schrotthändler abläuft und ob sie sich lohnt.
  • Reifenwechsel beim Verkauf: Versuche, den zusätzlichen Reifensatz (Winter- oder Sommerreifen) beim Verkauf deines Autos mit anzubieten. Normalerweise sind diese nicht mehr nützlich, wenn dein neues Fahrzeug ein anderes Modell ist. Sollte die Mitgabe der Reifen nicht gelingen, ist eine fachgerechte Entsorgung erforderlich. 

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