Seitenairbag, Kopfairbag und Co.: Welche Airbags sind am sichersten?

Von Manu Februar 21, 2024
4 minutes
Seitenairbag und Frontairbag im Auto geöffnet

Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, genießt nicht nur den Vorteil, schnell und komfortabel ans Ziel zu kommen. Im Straßenverkehr lauern auch zahlreiche Gefahren, die du nie unterschätzen solltest. Man kann so schnell ins Rutschen kommen und auch die Fehler anderer Verkehrsteilnehmer können fatale Folgen haben. Auch das Touchieren mit Bäumen, Laternen und anderen Gefahren kann im Straßenverkehr vorkommen. In diesen Fällen ist der Schutz durch Airbags wichtig. Doch welche Airbags sind besonders wichtig und wie funktionieren diese? Wir zeigen dir in diesem Blogbeitrag, wie wichtig Airbags sind und welche davon die meiste Sicherheit mit sich bringen.

Sicherheit durch Airbags

Beim Airbag handelt es sich um ein passives Sicherheitssystem. Diese gehören zu der Grundausstattung von allen Autos und sind an verschiedenen Stellen eingebaut. Bis heute konnten zahlreiche Crashtests zeigen, dass durch verschiedene Airbags das Risiko für schwere Verletzungen deutlich gemindert werden kann. Der Airbag gehört dabei nicht in den Bereich aktive Sicherheit, sondern zur passiven Sicherheit.

Die Aufgabe deines Airbags ist klar. Dieser soll dich bei einem Unfall vor schweren Verletzungen schützen. Allerdings braucht es für das Auslösen der Airbags einen Aufprall, welcher durch die einzelnen Sensoren wahrgenommen wird. Durch das Wahrnehmen eines Aufpralls wird durch die Sensoren eine sogenannte Zündung ausgelöst. Im Inneren der Airbags befindet sich ein Material, das nun das produzierte Gas abbrennt, welches sich nun ausbreitet. Das hat zur Folge, dass das luftgefüllte Kissen den Aufprall der Insassen abfängt. Dadurch werden vor allem der Kopf sowie auch der Oberkörper geschützt und vor schlimmeren Verletzungen bewahrt.

Wichtig: Auch wenn in deinem Fahrzeug mehrere Airbags eingebaut sind, ersetzen diese noch längst nicht die Sicherheit durchs Anschnallen oder die Verwendung von Kindersitzen.

Das sind die sichersten Airbag-Arten

Denkt man an Airbags und die Fahrzeugsicherheit oder die Verkehrssicherheit, so haben viele Menschen vor allem das Frontairbag vor Augen. Sie sind ein entscheidender Bestandteil der passiven Sicherheitssysteme in modernen Fahrzeugen und dienen dazu, Insassen bei Unfällen vor schweren Verletzungen zu schützen. Alle Airbags absorbieren die Aufprallkräfte und sollen die Belastung auf den Körper reduzieren. Mit fortschreitender Technologie wurden verschiedene Arten von Airbags entwickelt, um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten.

Im Folgenden möchten wir dir die sichersten Airbag-Arten vorstellen:

Frontairbags

Diese Airbags sind die bekanntesten und werden normalerweise im Lenkrad bzw. der Lenkradplatte für den Fahrer und im Armaturenbrett auf der Beifahrerseite angebracht. Sie sollen dir und deinen Beifahrer bei einem frontalen Unfall einen bestmöglichen Schutz gewährleisten, indem sie sie den Aufprall mit dem Fahrzeuginterieur abfangen. Nur 150 Millisekunden nach einem Unfall sind die Airbags wieder komplett entleert, sodass du im Falle eines Unfalls auch aus dem Auto kommst.

Seitenairbag: Airbag im Auto

Seitenairbags

Diese Airbags befinden sich in der Regel in den Seiten der Vordersitze bzw. den Sitzlehnen oder in den Türverkleidungen. Sie bieten dir und anderen Mitfahrern Schutz bei seitlichen Kollisionen. Sie helfen, die Belastung auf den Oberkörper und die Hüften sowie Becken und Lunge der Fahrzeuginsassen zu reduzieren und das Risiko von Verletzungen bei seitlichen Aufprallen zu verringern.

Kopfairbags

Auch bekannt als Vorhangairbags, erstrecken sich diese Airbags entlang der Seitenfenster und dienen dazu, den Kopf und Nacken bei einem Seitenaufprall bestmöglich abzufangen. Sie bieten einen zusätzlichen Schutz vor Kopfverletzungen und helfen, das Risiko von schweren Hirnverletzungen zu reduzieren. Dadurch wird auch der Nacken gut geschützt.

Knieairbags

Diese Airbags sind in der Regel im Armaturenbrett unterhalb des Lenkrads angebracht und dienen dazu, die Beine und Knie des Fahrers bei Frontalkollisionen zu schützen. Sie helfen, das Risiko von Beinverletzungen zu verringern, indem sie den Kontakt mit dem Armaturenbrett minimieren. Dadurch können auch schlimme Quetschungen und Prellungen vermieden werden.

Seitenairbags im Fond

Diese Airbags sind in einigen Fahrzeugen vorhanden und bieten zusätzlichen Schutz für die Insassen auf den Rücksitzen bei seitlichen Kollisionen. Sie tragen dazu bei, die Belastung auf den Oberkörper und die Hüften zu reduzieren und das Verletzungsrisiko zu mindern.

Gurtairbag

Der Gurtairbag ist eine innovative Weiterentwicklung des traditionellen Sicherheitsgurtsystems. Er ist in den Sicherheitsgurt integriert und entfaltet sich im Falle eines Unfalls, um den Druck auf den Oberkörper zu verteilen und Verletzungen in diesem Bereich möglichst gering zu halten. Der Gurtairbag bietet einen zusätzlichen Schutz vor Brust- und Bauchverletzungen und trägt dazu bei, die Sicherheit zu erhöhen. Dieser gehört jedoch nicht zu den typischen Airbags und ist eher selten verbaut, wobei auch hier die Nachfrage deutlich steigt.

Sitzairbag

Sitzairbags sind in die Fahrzeugsitze integriert und bieten Schutz bei Seitenaufprallen. Sie entfalten sich seitlich am Sitz und dienen dazu, den Aufprall auf den Oberkörper und die Hüften so weit es geht abzufangen. Sitzairbags tragen dazu bei, das Verletzungsrisiko bei seitlichen Kollisionen zu verringern und bieten einen zusätzlichen Schutzfaktor für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen.

Die Kombination dieser verschiedenen Airbag-Typen in modernen Fahrzeugen trägt dazu bei, einen umfassenden Schutz für dich und deine Mitfahrer zu gewährleisten und die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Es ist wichtig, dass du bei Problemen mit dem Airbag stets Kontakt zu einer Fachwerkstatt suchst. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn die Kontrolllampe mit dem Airbag-Zeichen leuchtet. In diesen Fällen könnte es vorkommen, dass der Airbag in deinem Fahrzeug nicht fachgerecht funktioniert und du im Falle eines Unfalls nicht optimal geschützt wirst.

 

Bildnachweise:

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