Hackerangriffe bei Privatpersonen: So kannst du dich schützen

Von Julia Schäfer 30 Juni, 2023
4 minutes

In einer zunehmend digitalisierten Welt sind nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen verstärkt von Hackerangriffen bedroht. Es gibt jedoch eine Reihe effektiver Maßnahmen, wie sich Privatpersonen vor solchen Angriffen wirksam schützen können.

Hackerangriff: Was genau ist das?

Unter einem Hackerangriff versteht man den unbefugten Zugriff auf ein Computersystem mit dem Ziel, sensible Daten zu stehlen, dem System Schaden zuzufügen oder die Kontrolle über das System zu erlangen. Die Motive hinter solchen Angriffen können vielfältig sein, von finanzieller Bereicherung bis hin zu politischer oder ideologischer Motivation. Hacker nutzen oft Schwachstellen in Software, Phishing-E-Mails oder Social Engineering, um Zugang zu erlangen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass niemand gegen Hackerangriffe zu 100 Prozent immun ist, unabhängig von seiner technischen Expertise oder seinem Wissensstand.

In der heutigen vernetzten Welt sind private Geräte oft Ziel von Hackerangriffen. Unsere Gegenstandversicherung schützt nicht nur deine physischen Besitztümer, sondern deckt auch finanzielle Verluste durch Cyberangriffe auf persönliche Geräte ab.

Hackerangriff bei Privatpersonen: Tipps zur Sicherheit

Als Privatperson kannst du verschiedene Maßnahmen ergreifen, um dich vor Hackerangriffen zu schützen:

  1. Verwende starke Passwörter: Wähle einzigartige und komplexe Passwörter für deine Online-Konten. Kombiniere Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen und ändere sie regelmäßig. Verwende für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Das bedeutet, dein Passwort für dein Online-Banking darf sich nicht mit dem Passwort für dein Mailkonto oder einem anderen Online-Dienst decken.
  2. Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung: Nutze die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wann immer sie verfügbar ist. Dadurch wird eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzugefügt, indem ein zweiter Verifizierungsschritt erforderlich ist, z. B. ein Einmalcode per SMS oder eine Authentifizierungs-App.
  3. Achte auf den Schutz persönlicher Daten: Achte darauf, nur die unbedingt erforderlichen persönlichen Daten preiszugeben. Dadurch schützt du dich nicht nur vor Datendiebstahl, sondern erschwerst es auch Hackern, durch Social Engineering an sensible Informationen zu gelangen.
  4. Halte deine Software aktuell: Stelle sicher, dass dein Betriebssystem, deine Apps und Antivirenprogramme immer auf dem neuesten Stand sind, um potenzielle Sicherheitslücken zu schließen.
  5. Sei vorsichtig bei E-Mails und Links: Öffne keine E-Mail-Anhänge oder klicke nicht auf verdächtige Links, insbesondere von unbekannten Absendern. Phishing-E-Mails sind eine häufige Methode, um dich zu betrügen.

Tipp:

  • Wenn eine E-Mail von einem scheinbar vertrauenswürdigen Absender kommt, der Inhalt aber verdächtig erscheint, kannst du dies überprüfen, indem du auf „Weiterleiten“ klickst und den Header der E-Mail unter die Lupe nimmst, um die tatsächliche Herkunft festzustellen.
  • Trotz aller Vorsicht kann es vorkommen, dass man auf eine Spam-Mail hereinfällt. In diesem Fall raten wir dir, dich nicht nur vom Aussehen leiten zu lassen. Schau dir die URL an. Daran kannst du erkennen, ob du wirklich auf der Seite bist, die du erwartet hast.
  1. Nutze sichere Netzwerkverbindungen: Vermeide die Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke, da diese unsicher sein können. Stattdessen solltest du ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) nutzen, um deine Internetverbindung zu verschlüsseln.

Cyberangriff: Das solltest du jetzt tun Falls du den Verdacht hast, Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein

  1. Ändere sofort deine Passwörter: Wenn möglich, ändere deine Passwörter für alle betroffenen Konten. Verwende dabei starke und einzigartige Passwörter.
  2. Informiere die betroffenen Unternehmen: Falls du vermutest, dass eines deiner Online-Konten angegriffen oder gehackt wurde, kontaktiere umgehend das dazugehörige Unternehmen. Es kann weitere Maßnahmen ergreifen, um dein Konto zu schützen. Das Gleiche gilt bei Mail-Spoofing. Wenn Hacker deine E-Mail-Adresse als Absender für Spam-Mails verwenden, kann der Provider den SPF schärfer einstellen. So werden deine Mails nur akzeptiert, wenn sie vom Web-Server deines Providers kommen. Allerdings sind manche Mailprogramme nicht ganz up-to-date. Das bedeutet, dass deine Mails trotzdem im Spam-Ordner verschwinden. Hast du also eine wichtige Mail, solltest du den Empfänger telefonisch über den Versand informieren.
  3. Überwache deine Konten auf verdächtige Transaktionen: Überprüfe regelmäßig deine Bank- und Kreditkartenkonten auf verdächtige Aktivitäten. Bei verdächtigen Transaktionen informiere umgehend deine Bank.
  4. Scanne dein Gerät auf Malware: Verwende eine zuverlässige Antivirensoftware, um dein Gerät auf mögliche Schadsoftware (Malware) zu überprüfen und diese zu entfernen.
  5. Informiere dich über Datenlecks: Nutze Programme wie F-Secure, um dich über aktuelle Datenlecks zu informieren. Nach der Registrierung wirst du per E-Mail benachrichtigt, wenn es ein Datenleck gibt und deine persönlichen Daten im Netz auftauchen. Dass du in einem solchen Fall sofort deine Passwörter änderst, sollte selbstverständlich sein.

Tipp: Wenn du Hilfe benötigst, wende dich an Fachleute wie Computerexperten oder IT-Sicherheitsdienstleister. Sie können dir bei der Bewältigung des Angriffs und der Wiederherstellung deiner Sicherheit helfen.

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