Garagennutzung

Von Julia Schäfer 14 Juli, 2023
4 minutes

Konnte früher einfach nach Belieben ein Stellplatz oder eine Garage gebaut werden, sieht das heute etwas anders aus. Viele Bundesländer haben ganz klare Regelungen und Richtlinien, wie Garagen und Stellplätze aufgebaut werden müssen und wie sie genutzt werden können.

Vor allem bei einer geschlossenen Garage mit Fenstern, Türen und Heizungen müssen Mieter und Besitzer genau aufpassen, wie und wofür sie die Garage nutzen. Doch egal, ob du dein Auto in der Garage parken willst oder sie für andere Zwecke nutzen möchtest, du musst dich unbedingt an die Bestimmungen halten.

Was gilt für Garagen?

Für Garagen gelten klare Bestimmungen, die du einhalten musst.

Als Mieter musst du auch bei der Untervermietung von Garagen darauf achten, die Gesetze nicht zu verletzen. Gleiches gilt, wenn du einen Stellplatz vermieten willst. Nicht nur du musst dich an alle Bestimmungen halten, sondern auch deine Mieter. Wusstest du zum Beispiel, dass es drei verschiedene Arten von Garagen gibt?

Es gibt Kleingaragen (bis 100m²), Mittelgaragen (100m² bis 1.000m²) und Großgaragen (über 1.000m²), die sich in den Bestimmungen unterscheiden. Während in einer kleinen Garage eine geringe Menge Kraftstoff gelagert werden darf, ist es verboten, jegliche Art von Kraftstoff in einer Großgarage zu lagern.

Auch bei der Garagennutzung musst du genau hinschauen. Denn egal ob Voll- oder Halbgarage fürs Auto, du darfst die Garage nicht einfach zum Lagerplatz für alles machen. Darüber hinaus darf eine Garage nicht über einen längeren Zeitraum zweckentfremdet werden.

Was darfst du lagern und was ist verboten?

Wie bereits erwähnt, ist es in Großgaragen beispielsweise verboten, Kraftstoff zu lagern.

Hingegen stellt es kein Problem dar, Autozubehör in der Garage zu lagern. Gegenstände und Dinge die nicht zum Auto gehören, dürfen allerdings nicht über einen längeren Zeitraum gelagert werden. Wenn du zum Beispiel deine Reifen in der Garage lagern willst, ist das kein Problem.

Gartenzubehör, alte Möbel oder ähnliches in deiner Garage aufzubewahren, solltest du jedoch vermeiden. Andernfalls benötigst du eine Genehmigung für die Garagennutzung als Lagerraum.

Was solltest du beachten?

Du musst bei der Nutzung deiner Garage also einiges beachten, so ist es zum Beispiel sowohl für Mieter als auch Besitzer Pflicht, eine veränderte Garagennutzung beim Bau- oder Ordnungsamt anzuzeigen.

Du solltest außerdem wissen, dass du, wenn du einen Tiefgaragenstellplatz hast und ein E-Auto besitzt, dieses nicht einfach laden kannst. Ein E-Auto in der Tiefgarage laden  ist nur dann möglich, wenn der Stromverbrauch genau zugeordnet werden kann.

Andernfalls könnte dir sogar Stromdiebstahl vorgeworfen werden. Auch ist es verboten, eine Garage als Werkstatt zu nutzen. Natürlich kann die Birne vom Scheinwerfer gewechselt werden oder der Ölstand überprüft werden.

Aus der Garage eine Werkstatt zu machen, in der täglich oder wöchentlich geschraubt wird, ist jedoch ohne Genehmigung nicht möglich. Es ist daher zu empfehlen, immer beim Ordnungsamt nachzufragen, wenn du die Garage für andere Dinge verwenden möchtest.

Achte zudem auf einen ausreichenden Brandschutz und schließe im Zweifel eine Garagenversicherung und eine Feuerversicherung ab. Der Brandschutz ist insbesondere dann wichtig, wenn du auch Kraftstoff als Reserve oder für deinen Rasenmäher in deiner Garage aufbewahren willst.

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headerbild: ©AdobeStock_94995849;rottenman

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